Flughafen Zürich

Starke Winde bringen einen Flieger nach dem anderen ins Schlingern – Swiss startet durch

Landungen bei Windböen von bis zu 85 km/h am Flughafen Zürich

Landungen bei Windböen von über 80 km/h am Flughafen Zürich.

Das Wetter hat den Flugverkehr am Flughafen Zürich am Sonntag beeinträchtigt. Zwei Maschinen mussten für die Landung auf andere Flughäfen ausweichen. Jene Flieger, die landen konnten, gerieten mächtig in Schieflage, wie ein Video auf Youtube zeigt.

Kalt, nass und windig – das Wetter war am Sonntag garstig. Davon blieb auch der Flughafen Zürich nicht verschont. Es herrschten Winde von bis zu 45 knots, wie Philipp Bircher, Mediensprecher des Flughafens Zürich sagt. Umgerechnet sind das über 80 km/h.

Die starken Winde brachten die Flugzeuge beim Landen gehörig in Schieflage. Crosswinds landings, Seitenwindlandungen, nennt sich dieses Phänomen. Eine Swiss-Maschine musste sogar durchstarten, wie das Video eines Youtube-Users zeigt (ab 1:43).

In der Kommentarspalte zum Video meldeten sich Passagiere zu Wort, die in betroffenen Maschinen gesessen hatten. "Nicht meine schlimmste Erfahrung, aber gleichwohl ziemlich übel", lautet ein Kommentar. Ein anderer User schrieb: "Die Landung war okay. Der schlimmste Teil war das Fliegen durch die Wolken und das 20-minütige Verharren im Warteraum in heftigen Turbulenzen und Gewitter."

Auch Genf betroffen

Zeitweise konnten keine Flieger landen, wie Bircher sagt. Zwei Flugzeuge mussten für die Landung nach Genf und nach Stuttgart ausweichen. Umgekehrt sei wegen des Sturms ein Flug mit Ziel Genf nach Zürich ausgewichen.

Der Genfer Flughafen meldete ab dem späten Sonntagnachmittag Verspätungen von bis zu drei Stunden. Drei Flüge wurden umgeleitet und einer annulliert. Der Grund seien heftige Querwinde, sagte ein Flughafensprecher.

Flughafen stellt Landekonzept um

Wie Bircher sagt, stellt der Flughafen bei widrigen Wetterverhältnissen wie am Sonntag sein Landekonzept um. Normalerweise landen Flugzeuge gemäss Nordkonzept auf Piste 14 und starten ab Piste 28. Am Sonntag wurde dann auf das Ostkonzept umgestellt: Start ab Pisten 32 und 34 und Landung auf Piste 28.

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