Starke Männer zogen 12-Tonnenbus 30 Meter weit

Das Sieger-Team Purange aus Weilburg (D)

Das Sieger-Team Purange aus Weilburg (D)

Eines von zwei Teams aus Deutschland und die Sieger: Die Purange aus Weilburg. Ihre Zeit: 21.78sek

Stark waren die Männer, die einen 12 Tonnen schweren Bus 30 Meter weit ziehen mussten. Durstig war das Publikum. Am friedlichen Oktoberfest in Lenzburg wurden 1200 Liter Bier konsumiert.

Markus Christen

Pünktlich um 11 Uhr am Samstagvormittag stach die Lenzburger Stadträtin Franziska Möhl das erste Bierfass des Festes an. Erich Renfer, Organisator und Präsident des Gewerbevereins Lenzburg und Umgebung, konnte voller stolz das berühmte «O’zapft is» verkünden.

Dass beim Anstich das Fass nicht ganz so wollte wie Franziska Möhl oder umgekehrt und die erste volle Mass auf sich warten liess, war verständlich. Schliesslich werden in der Schweiz im Gegensatz zum Oktoberfest- und Freistaat Bayern noch keine Anzapfkurse für unerfahrene Bürgermeister und Stadträte angeboten.

Double mit Sogwirkung

Bereits zum dritten Mal organisierte der Gewerbeverein ein Oktoberfest in Lenzburg und heuer wurden alle Erwartungen weit übertroffen. Dabei waren die Gäste zu Beginn noch vorsichtig und beobachteten das Geschehen zwar interessiert, aber distanziert. Das änderte sich jedoch schnell.

«Wir durften insgesamt rund 800 Gäste an unserem Anlass begrüssen», zieht Renfer Bilanz. Vor allem der Auftritt von DJ Anton, einem DJ-Ötzi-Double, habe wahnsinnig viel Publikum angelockt. «Am Ende des Abends gingen uns sowohl die Gläser wie das Bier aus.»

Auf eine Feststellung legt Renfer dabei besonders viel Wert. So sei es zu keinem einzigen Zwischenfall gekommen und der ganze Festanlass absolut friedlich über die Bühne gegangen.

Einsatz mit Atemschutz

Um 13.45 Uhr wurde am Rande des Festplatzes das dritte Swiss Open Bus-Pulling gestartet. 14 Teams zogen dabei einen 12 Tonnen schweren Bus der Regionalbus Lenzburg (RBL), die den Anlass auch organisierte, über eine Distanz von 30 Metern.

Die Titelverteidiger des Strong-Man-Teams Schweiz aus Höri mussten sich in diesem Jahr mit dem zweiten Platz begnügen. Mit einer Zeit von 21,79 Sekunden erwiesen sich die Mitglieder des Fitnesscenters Purange aus Weilburg in Deutschland als zugkräftigste Mannschaft.

Für Aufsehen sorgte insbesondere das Frauenteam RBL Lady-Power, das der männlichen Konkurrenz nur in der Zeit nachstand. Äusserst ambitiös präsentierten sich die Gaser vom Rietenberg aus Villmergen, die ihren Wettkampfeinsatz in Feuerwehrmontur und Atemschutzmaske in Angriff nahmen. Sie belegten zum grossen Erstaunen den guten sechsten Schlussrang.

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