Wohlen
Stahlwerkhalle der Ferrowohlen AG soll saniert werden

Die Gebäudehülle des ehemaligen Stahlwerkes der Ferrowohlen AG in Wohlen soll saniert werden. Die Firma hat bei der Gemeinde ein Baugesuch deponiert.

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Stahlwerkhalle soll saniert werden

Stahlwerkhalle soll saniert werden

Jörg Baumann

Von 1955 bis 1994 produzierte die Ferrowohlen AG Baustahl. In dieser Zeit verliess mehr als eine Million Tonnen Stahl die Werkhallen. Die Firma beschäftigte mehr als 400 Angestellte.

Seit der Betriebsschliessung verfolgt die Ferrowohlen AG das Ziel, die alten Industrieanlagen neuen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Das Grossprojekt Ferropolis, mit dem der Versuch gestartet wurde, das Stahl- und Walzwerk in Wohnraum und Arbeitsstätten umzunutzen, wurde aufgegeben, weil die politische Zustimmung zur erforderlichen Umzonung nicht erreichbar war. Bis zu 5000 Einwohner hätten im neuen Stadtteil vor den Toren von Wohlen arbeiten und wohnen sollen. Stattdessen vermietet die Firma die Produktionshallen. Einige Mieter sind bereits eingezogen. Nun soll die Gebäudehülle des ehemaligen Stahlwerkes saniert werden. Wann mit den Arbeiten begonnen wird, kann Ferro-Verwaltungsratspräsident Denis Kopitsis noch nicht sagen. Die Firma habe deshalb die Sanierungskosten noch nicht abschliessend berechnen lassen. Laut dem Baugesuch sollen in der alten Stahlwerkhalle, die im vordereren Teil bereits saniert und an die Firma Digitec AG (Zürich) vermietet worden ist, die Böden, Wände und das Dach bautechnisch saniert werden. Dabei werden die noch vorhandenen Maschinensockel und die Betonbauteile entfernt. Das Dach wird mit neuen Sandwichdachelementen versehen, die auf den vorhandenen Dachträger montiert werden.

Sauberer Kies für Boden

Der Hallenboden wird mit sauberem Kiesmaterial aufgefüllt und mit einer Trennfolie und mit Beton versiegelt. Die Wände werden rückgebaut und neu aufgebaut. Gleichzeitig wird die Sanierung der im Rest der Halle vorhandenen Altlasten vorgenommen. Die Gebäudehüllensanierung soll nachhaltig erfolgen, damit die Halle rechtzeitig für die weitere Vermietung angeboten werden könne, betont Verwaltungsratspräsident Denis Kopitsis. Der Kanton sei dafür zuständig, unter welchen Auflagen die Sanierung erfolgen müsse, sagt Bauverwalter Marcel Wegmann. Die Altlastensanierung auf dem übrigen Firmenareal wird die Firma in einem noch nicht definierten Zeitpunkt beschäftigen. Diese wird laut Kopitsis ebenfalls, wie die Gebäudehüllensanierung, nachhaltig und nach ökologischen Gesichtspunkten realisiert. Darüber werde die Ferrowohlen AG die Öffentlichkeit rechtzeitig informieren, wenn das Thema spruchreif sei, sagt Kopitsis.

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