16. Festival der Kulturen
Stadt als grosszügiger Sponsor

Das Festival der Kulturen steht in diesem Jahr unter dem Motto «Wasser bewegt». Erstmals haben Melanie und Jonas Berner die Regie übernommen. Das dreitägige Kompaktprogramm spricht alle Altersschichten an.

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Stadt als grosszügiger Sponsor

Stadt als grosszügiger Sponsor

Peter Rombach

Diesmal gibt es mehr Konzerte als früher, um noch mehr junge Leute anzusprechen, aber auch Theater, Lesungen, Aktionskunst und einen internationalen Markt, der sich von der Schifflände bis auf die alte Rheinbrücke hinzieht. «Das Festival am Wochenende nach Auffahrt ist ein ganz wichtiger Fixpunkt im Kulturprogramm beider Rheinfelden», freute sich gestern Vormittag Stadträtin Béa Bieber an einer Medienorientierung auf dem Inseli. Ihr Lob galt dem jungen Organisationsteam. «Ich bin erstaunt und begeistert, wie gut das klappt.»

Dass die beiden jungen Berner das weiterführen, was ihr Vater von 15 Jahren ins Leben gerufen hatte, sei beeindruckend, hielt Bieber fest: Melanie ist OK-Präsidentin und Jonas für die Programmplanung zuständig. «Neue Ideen sind gefragt, um Lücken zu füllen», ermunterte die Kulturstadträtin die Festivalmanager, den grenzüberschreitenden Anlass weiter zu professionalisieren.

Wie sehr die Stadt die Initiativen schätzt, machte Béa Bieber an einem Beispiel fest: «Diesmal wurden 20000 Franken gesprochen.» Dadurch sei es möglich, bei den zahlreichen Konzerten auf Eintritt zu verzichten. «Am Festival ist alles frei zugänglich.» Das dürfe getrost als Markenzeichen gewertet werden.

Dass die alte Rheinbrücke ins Geschehen einbezogen wird, begrüsste Gabriele Zissel, im badischen Rathaus neuerdings für Stadtmarketing und Tourismus verantwortlich. Die Brücke stehe als Symbol für Zusammenfinden und Kulturaustausch auf lokaler Ebene. Mit dem Thema «Wasser» werde allerdings auch ein Weltproblem aufgegriffen.

Melanie und Jonas Berner bestätigten, dass sie das Festivalkonzept beibehalten hätten und auch künftig einen thematischen Schwerpunkt setzen wollten. Das Rahmenprogramm widme sich speziellen Bereichen. Beispielhaft nannten sie den Büchertisch in der Stadtbibliothek vom 1. bis 15. Mai, den Ökothriller «Wässerwasser» als Videoerzählung von Urs Augstburger im Schützenkeller, die multimediale Installation «Gletschergesänge» der bekannten US-amerikanischen Künstlerin Julia Calfee in der Johanniterkapelle oder ein Wassertheater auf der alten Rheinbrücke.

Am eigentlichen Festivalwochenende sind Workshops für afrikanisches Tanzen und Trommeln sowie Latinotänze angesagt. Der «Weltmarkt» bietet eine Fülle exotischer Gaumenfreuden sowie Kunsthandwerk aus vieler Herren Ländern und beginnt am Samstag, 15. Mai, um 10 Uhr und endet am Sonntag um 18 Uhr. Das Inseli ist Schauplatz diverser Konzerte, wobei die musikalischen Stilrichtungen vom Jazz über Raggae, Gypsy bis zum afrikanischen Blues reichen.

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