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St. Gallen läutet den Festival-Sommer ein: 20000 Fans im Anmarsch aufs Sittertobel

Der Aufmarsch der Musikfans aufs St. Galler Openair-Gelände im Sittertobel ist im Gang: Tausende standen am Donnerstag mit Zelt, Sonnenschirm, Campingstuhl und Bier geduldig Schlange vor den Eingangstoren. 20'000 "Earlybirds" werden am Donnerstagaben

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Um 17 Uhr wurde der Eingang West in Abtwil geöffnet. Schon seit Mittwoch campierten 1500 Festivalbesucher im Warteraum am Waldrand oberhalb des Sittertobels. Am frühen Donnerstagnachmittag schätzten die Organisatoren die Warteschlange auf 4500 Personen, wie Openair-Sprecherin Sabine Bianchi auf Anfrage sagte.

Das neue Eingangskonzept bewähre sich, sagte Bianchi der Nachrichtenagentur sda. Der Grossaufmarsch wird professionell gemanagt, die Festivalbesucherinnen und -besucher werden kanalisiert und in Gruppen "portioniert". Im eingezäunten Warteraum stehen sanitäre Anlagen zur Verfügung.

Friedliches Warten an der Sonne

Bei sonnigem Wetter zeigten sich die wartenden Musikfans am Donnerstag gut gelaunt. Friedlich standen und hockten sie in der immer länger werdenden Menschenschlange auf dem Zufahrtssträsschen - mit Rucksäcken, Handwagen, Klappstühlen, Sonnenschirmen und Getränken.

Der Eingang Ost im Sittertobel wird erst am Freitagmorgen geöffnet. Das 38. Openair St. Gallen dauert bis Sonntag. 30'000 Besucher werden erwartet, das Festival war so schnell ausverkauft wie noch nie. Das Sittertobel wird für vier Tage zu einer bunten und lauten Zeltstadt.

The Black Keys als Zugpferd

Zu den Headlinern gehört das amerikanische Garage-Rock-Duo The Black Keys. Weitere Namen sind Imagine Dragons, Seeed, Flogging Molly, Sportfreunde Stiller, London Grammar, Milky Chance, Casper, Egotronic, Yokko, The Animen, Thees Uhlmann, The Notwist, Moderat und Prinz Pi.

Weil die Abfallberge auf dem Openair-Gelände von Jahr zu Jahr grösser wurden, müssen die Besucher diesmal neu für ihr Zelt ein Depot von 20 Franken bezahlen. Als Pfand erhalten sie eine Plakette. Wer das Zelt am Schluss wieder einpackt, erhält das Depot zurück; wer es auf dem Festivalgelände stehen lässt, geht leer aus.

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