Die Gemeinde Suhr ging im Februar nach Sprayereien am Schwimmbad in die Offensive und hat für Hinweise, die zur Erfassung der Täter führen, eine Belohnung von insgesamt 300 bis 500 Franken ausgesetzt.

Legale Orte sind nicht geplant

Bis jetzt konnten die Sprayer nicht gefasst werden, wie Reto Salzmann stellvertretender Chef der Gemeindepolizei Suhr, mitteilt. Es seien nur sehr vage Hinweise eingegangen. «Wir hoffen, dass einer wegen der Belohnung singt und wir die Täter finden, aber es ist schwierig», sagt er.

Die Badi liegt abgelegen, Passanten kommen nicht regelmässig vorbei. In Suhr werden auch Unterführungen wie jene an der Bühlstrasse besprayt. Gemeindeschreiber Hans Huber findet: «Es hat nebst viel Anzüglichem auch schöne Sachen darunter.» Dennoch ist es in Suhr momentan kein Thema, Wände kontrolliert besprayen zu lassen. Die Meierhofunterführung, die einst eine Schulklasse bemalte, ist längst wieder übersprayt. Als Jugendprojekt könnte sich Huber eine ähnliche Aktion durchaus wieder vorstellen. Einen Graffiti-Workshop plant beispielsweise die Gemeinde Schönenwerd für die Fussgängerunterführung Schulhaus Feld, wie das «Oltner Tagblatt» berichtete.

Im Winter zu kalt, um zu putzen

Suhr hat die Kosten, die das Entfernen von Sprayereien letztes Jahr verursachte, zusammen- gezählt und ist auf 50000 Franken gekommen. Wie viel die Reinigungen in Aarau total kosten, hat die Stadt nicht berechnet. Im Dezember gab sie bekannt, die Unterführung an der Hallwylstrasse habe zwischen August und November dreimal gereinigt werden müssen, was 8200 Franken kostete. Pro Schaden koste ein Einsatz 500 bis 10000 Franken, sagt Werkhofleiter Urs Kern.

«In den Wintermonaten war es zu kalt, um zu putzen, da wir dazu Wasser verwenden», sagt Kern. Nun werde man aber wieder ausrücken und beispielsweise die politischen Sprayereien an der Aarauer Badi entfernen. Die Stadt prüft an diesen heiklen Orten die Installation mobiler Video-
kameras. (kus)