Peter K.
Spezialisten wollen die Berner Pannenpolizei untersuchen

Wenn Peter K. dereinst gefasst ist, soll es eine Untersuchung mit externen Spezialisten geben. Dies verspricht der Berner Justizdirektor Hans-Jürg Käser. Derweil wurden weitere Pannen bekannt, der Flüchtige ist gar nicht Mathematiker.

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«Wir wollen die Lehren für die Zukunft machen», sagte der Berner Justizdirektor Hans-Jörg Käser an einer Medienkonferenz zum Fall des Amok-Rentners Peter K, dies berichtet «20minuten.ch». Man wolle die Lehren daraus ziehen. Nach acht Tagen ergebnisloser Sucher nach dem flüchtigen Rentner nimmt Käser zum ersten Mal Stellung zum Fall. Die Vorwürfe an die Polizei seien ihm bekannt, allerdins könne der Fall auch nicht in fünf Minuten gelöst werden.

Gar nicht Mathematiker

Wie das Westschweizer Fernsehen herausgefunden hat, studierte der flüchtige Rentner nie an der ETH Zürich und zudem habe eine Umfrage bei Bieler Schulen ergeben, dass der angebliche Mathematiklehrer nie unterrichtet hat. Veröffentlicht wurden diese Recherchen von der Zeitung «Le Temps».

Die Zeitung beruft sich auf Briefe aus dem Haus von Peter K. Weiter soll der Flüchtige nicht 67-jährig sein, sondern 63-jährig.

Derzeit wird das Haus des Flüchtigen durch die Polizei ausgeräumt und die Grossfahndung läuft weiter. Wie lange noch, kann die Polizei nicht sagen. Polizeikommandant Stefan Blättler sagte, dass Peter K. im Fahndungssystem nicht als «bewaffnet und gefährlich» aufgeführt sei. Dies hat der «Blick» heute berichtet. Die Bezeichnung «bewaffnet und gefährlich», sei erst letzte Woche hinzugefügt worden, sagt die Polizei.

Jusitzdirektor Hans-Jürg Käser kann die Kosten des Einsatzes derzeit nicht beziffern. Allerdings sagte er an der Medienkonferenz, dass es keine Limite. (dno)