Spatenstich für vier Projekte

Grosses Interesse - Die Bevölkerung lässt sich die komplizierten Bauvorhaben erklären. (Bild: Angelo Zambelli)

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Grosses Interesse - Die Bevölkerung lässt sich die komplizierten Bauvorhaben erklären. (Bild: Angelo Zambelli)

Ausbau der Kantonsstrasse, Neugestaltung der beiden Dorfeinfahrten, neue Fussgängerüberführung und Zusammenlegung von drei Bächen: In Rümikon werden gleich mehrere Projekte auf einmal realisiert.

Angelo Zambelli

Seit dem ersten Kontakt der Gemeinde Rümikon mit den zuständigen Stellen beim Kanton betreffend Ausbau der Kantonsstrasse liegen mehrere Jahre zurück. Doch dies kümmerte am Montagabend weder die Vertreter des Baudepartements noch den Rümiker Gemeinderat - und schon gar nicht die vielen zum Spatenstich erschienenen Rümikerinnen und Rümiker. Gross war die Freude, dass es endlich losgeht. Die umfangreichen Bauarbeiten haben zum Ziel, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Überschwemmungsgefahr zu reduzieren.

Lange Vorlaufzeit

Vizeammann Kurt Fischer schilderte, wie es zur Verschmelzung der vier Einzelprojekte kam: 1998 wurde im Rahmen der Sondernutzungsplanung Bubenwiese ein Einlenker ab der Kantonsstrasse geplant, doch fiel die Gestaltung nicht zufriedenstellend aus. 2001 wurden die ersten Gespräche betreffend Ausbau der Kantonsstrasse inklusive Neugestaltung der Dorfanschlüsse Ost und West aufgenommen. An der Sommer-Gemeindeversammlung 2005 genehmigten die Rümiker Stimmberechtigten den Gemeindeanteil für den Ausbau der Kantonsstrasse von 6 auf 7,5 Meter Breite sowie einen Kredit für den Bau einer Personenüberführung über die Kantonsstrasse Kaiserstuhl-Koblenz auf der Höhe der Bootsanlegestelle.

Projekt Nummer vier nahm erst im April 2009 Gestalt an, als eine Gefahrenkarte aufzeigte, dass vom Carlograbenbach, vom Hopfenthalbach und vom Hinterwisenbach eine nicht zu unterschätzende Überschwemmungsgefahr ausgeht. An der Sommer-Gemeindeversammlung genehmigten die Stimmberechtigten einen Kredit über 164 000 Franken für die Bachöffnung Hinterwise und die Zusammenlegung des Carlograbenbaches mit dem Hopfenthalbach.

Ein Jahr Bauzeit

Einsprachen haben zu Verzögerungen bei der Verbreiterung und Sanierung der Kantonsstrasse geführt - mit der Folge, dass nun alle vier Bauvorhaben (Erweiterung Kantonsstrasse, Neugestaltung Einlenker Ost und West, Fussgängerüberführung und Bachzusammenlegung) zusammen in Angriff genommen werden. Beim Dorfeingang West ist in den letzten Tagen ein provisorischer Belag eingebaut worden, damit die Busse ungehindert zirkulieren können. Die auf 2,7 Millionen Franken veranschlagten Arbeiten an der Kantonsstrasse sind in 12 Etappen aufgeteilt. Begonnen wird mit der Dorfeinfahrt Ost. Auf dem 920 Meter langen Abschnitt zwischen den beiden rechtwinklig angelegten Einlenkern ins Dorf wird ein lärmarmer Deckbelag eingebaut.

Projektleiter Christoph Stalder rechnet mit einer Bauzeit von 12 Monaten - vorausgesetzt, das Wetter spielt mit und macht den Baufachleuten keinen Strich durch die Rechnung.

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