Kommunikation

Sophie Hunger bezeichnet sich als unzuverlässig

In Aktion: Sängerin Sophie Hunger (Archiv)

In Aktion: Sängerin Sophie Hunger (Archiv)

Wer von Sophie Hunger (27) eine schnelle Antwort auf eine Nachricht erwartet, steht oft auf verlorenem Posten. «Ich bin absolut unzuverlässig», sagt die Musikerin. «Ich rufe nie zurück, schreibe keine SMS und beantworte fast keine E-Mails.»

Ihre Prognosen für das Leben nach der Bühne sähen daher sehr schlecht aus, fügt Hunger im Interview mit dem Magazin "Friday" von "20 Minuten" lachend an. Ihr jüngstes Album "1983" schaffte es diese Woche - wie der Vorgänger "Monday's Ghost" (2008) - auf Platz eins der Schweizer Charts.

Auf "1983" singt Hunger einen Song in Berndeutsch - reden tut sie aber oft Zürichdeutsch. "Ja, stimmt, das ist strub. Ich wechsle immer ein bisschen ab." Rede sie Berndeutsch, sei sie sehr entspannt. "Bei Zürichdeutsch fange ich schneller an zu streiten."

Im Gespräch mit dem Lifestyle-Magazin äussert sich die in Bern geborene Künstlerin kritisch über die gegenwärtige Gesellschaftssituation in der Schweiz. "Ich glaube, wenn wir mal 60 sind, werden wir für vieles bezahlen, was wir heute passieren lassen."

Gerade das Desinteresse junger Leute am politischen Geschehen bereitet ihr Sorgen. "Ich hasse es, wenn vor allem junge Leute sagen, sie interessieren sich nicht für Politik! Man sollte die ohrfeigen."

Auf die Frage, ob uns die Wirtschaftskrise nicht verändert habe, antwortet Hunger: "Ich weiss nicht, ob sich die Leute bewusst sind, in welcher Situation wir stecken. Viele sind einfach abgestumpft. Oder ihnen ist das Leben egal. Wobei das wahrscheinlich dasselbe ist."

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