Drei Rollatoren stehen vor dem Eingang der Migros Unterentfelden, gleich neben den Einkaufswägeli. Für zwei Franken können Senioren, die nicht mehr gut zu Fuss sind, die vierrädrige Gehhilfe zum Einkaufen mit in den Laden nehmen.

Das Pilotprojekt in der Migros Unterentfelden läuft seit einem Jahr. Die Rollatoren sind mit einem fix montierten Einkaufskorb ausgerüstet und sie verfügen über eine Halterung für den Gehstock. Ausserdem kann man sich auf die Holzfläche zwischen den Griffen setzen, beim Hinsetzen werden die Räder blockiert. «Im Laden haben wir keine Sitzmöglichkeiten», erklärt Ursula Bühler, stellvertretende Geschäftsleiterin der Migros Unterentfelden. «Auf dem Rollator können sich Kunden auf ihrem Rundgang durch den Laden, wenn nötig, ausruhen.»

Eine Kundin hatte die Idee
Eine Kundin brachte die Migros auf die Idee mit den Rollatoren. «Leider wissen viele Kunden nicht, dass wir in Unterentfelden solche haben», sagt Walter Bloch, Leiter Verkauf Migros Aare. Trotzdem werden die drei Rollatoren in der Filiale in Unterentfelden rege benutzt, sagt Ursula Bühler.

Die Migros-Kunden finden die Idee gut. «Eine tolle Sache. Menschen, die nicht mehr gut zu Fuss sind, sind bestimmt froh, dass es die Rollatoren gibt», sagt eine Kundin vor dem Laden. Eine Mutter mit drei Kindern ergänzt: «Es ist schön, dass man auch für ältere Kunden schaut. Für Kinder wird in den Läden ja bereits viel gemacht.»

Was vielen nützt, wird umgesetzt
Was hat bei der Migros Unterentfelden denn den Ausschlag gegeben, die Rollatoren-Idee umzusetzen? «Wir prüfen alle Anregungen von Kunden. Wenn es etwas ist, dass vielen nützt und nicht nur einer einzelnen Person, versuchen wir das Anliegen umzusetzen», erklärt Bühler. Bewährt sich das Pilotprojekt, gibt es vielleicht bald in allen Migros-Filialen Rollatoren.