Sommer

Sommer: Hitze könnte noch Wochen dauern

Ein kühles Bad in der Sommerhitze.

Ein kühles Bad in der Sommerhitze.

Ein Blick zurück zeigt: Die Sommer der letzten Jahre waren immer wärmer als der Durchschnitt von 1961 – 1990.

Christoph Bopp

«Das Wetter Ende Juni ist wegweisend, wie der Sommer wird,» sagt Meteorologe Roger Perret vom Wetterdienst meteonews. Und weil gegen Anfang Juli die Temperaturen munter in die Höhe kletterten und in den letzten Tagen die Jahreshitzerekorde purzelten, wirds wohl noch einen weiteren warmen Sommer geben. Dabei war der Juni mit einem Durchschnitt von 16,9 Grad keineswegs Spitze. 2005 bis 2008 hatten wärmere Juni-Monate. Unerreicht natürlich der Juni im Rekordsommer von 2003 mit 22,3 Grad,

Die Frage an den Meteorologen liegt auf der Hand: Wird es wieder einen Rekordsommer geben wie 2003? Perret: «So hoch hinauf wie 2003 wirds wohl nicht mehr gehen. Aber die Grosswetterlage ist ähnlich wie damals: Ein recht stabiles Tief über dem Atlantik sorgt dafür, dass Winde aus Südwest bis Süd uns jede Menge heisser Luft bringen. Lokale Gewitter mit zeitweiliger Abkühlung kann es natürlich immer geben.

Schweizer Hitzesommer 2003 bleibt unerreicht

Perret rechnet mit einem «normalen Sommer». Und das heisst eben: für den Normwert, das ist der Durchschnitt von 1961 bis 1990, zu warm. In den letzten Sommern war das immer der Fall. Wie auch die wärmsten fünf Jahre in den letzten 15 Jahren stattfanden. Wie lange das Atlantiktief bleibt, sei «noch nicht prognostizierbar», sagt Perret. Wobei das — wie wir seit 2003 wissen — durchaus ein paar Wochen anhalten kann. Für den Rest der Woche sollten die Temperaturen wieder etwas zurückgehen, aber über 30 Grad bleiben.

Der offizielle Schweizer Hitzerekord stammt immer noch aus dem Sommer 2003, als am 12.August in Grono GR 41,5Grad gemessen wurden. Der bis dahin höchste Wert stammt aus dem Jahr 1952, als in Basel das Thermometer auf 39Grad kletterte. Die Daten bis 1982 hat man «harmonisiert». Weil die Temperaturen damals noch in Wetterhütten gemessen wurden, konnte sich die Luft drinnen jeweils um etwas mehr erwärmen als draussen. Seit 1982 wird jetzt flächendeckend automatisch gemessen.

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