Strafvollzug

Solidarität mit Opfer: Gefangene wollten nicht in Zellen zurück

Das Gefängnis Bois-Mermet im Waadtland

Das Gefängnis Bois-Mermet im Waadtland

Rund 20 Häftlinge des Lausanner Gefängnisses Bois-Mermet haben sich am Dienstag gegen 8 Uhr morgens geweigert, in ihre Zellen zurückzukehren. Damit wollten sie ihre Solidarität mit der Familie des in der Strafvollzugsanstalt Bochuz VD verstorbenen Häftlings bekunden.

Die Gefangenen kehrten schliesslich nach mehreren Gesprächen gegen 16.30 Uhr wieder in ihre Zellen zurück. Die Aktion sei es friedlich verlaufen, präzisierte die Waadtländer Polizei in ihrem Communiqué am Dienstag. Verletzt wurde niemand. Regierungsrat Philippe Leuba und der Chef der Waadtländer Kantonspolizei, Jacques Antenen, waren ebenfalls vor Ort.

Auslöser der Aktion ist der Tod eines Häftling in der Strafvollzugsanstalt Bochuz am 11. März dieses Jahres. Der 30-jährige Mann hatte gegen 1 Uhr früh seine Zelle angezündet. Unklar ist, warum er nicht sofort aus seiner Zelle befreit wurde, sondern erst rund 90 Minuten später. Das Feuer war zwar bald gelöscht, doch aufgrund der Rauchentwicklung starb der Mann an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung.

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