Philippe Wenger

Seit gestern hängen tagsüber zwei Männer an einem Wohnblock an der Staffelackerstrasse in Dietikon. Dabei handelt es sich nicht um zwei dieser modischen Plastik-Weihnachtsmänner, sondern um erfahrene und speziell dafür ausgebildete Kletterer, die zur Verbesserung des Blitzschutzes an dem über dreissig Jahre alten Gebäude sechs Drähte an der Fassade befestigen.

Arbeiten in der Höhe

Die Installationen werden durch den Deutschen Florian Rot und den Chilenen Alejandro Miquel durchgeführt. Ihr Arbeitgeber, die Firma Nordwand, bietet, wie die meisten solcher Firmen, diverse Arbeiten am Seil an. Das können Reinigungen, Installationen oder Inspektionen sein - generell alle Arbeiten, die einen Arbeitsplatz in luftigen und schwer zugänglichen Höhen bieten.

Seilarbeiter könne jeder werden, der gesund und kräftig genug für die Arbeiten sei und natürlich schwindelfrei, meint Rot. Seit gut einem Jahr sei dazu der internationale Ausbildungsstandard der Irata (Industrieklettererverband) auch in der Schweiz gültig, doch es sei ausserordentlich schwierig einen Job zu finden, wenn man keine Verbindungen habe, fügt Rot an. Denn: Bewerber gibt es viele.