So viel Bühnenfläche gabs noch nie

HESO KLAUS FISCHER PETER SURI

So viel Bühnenfläche gabs noch nie

HESO KLAUS FISCHER PETER SURI

249 Aussteller werden zur 33. HESO vor dem Baseltor erwartet. Grösser soll die Messe nicht mehr werden, aber qualitativ soll sie noch wachsen. An der Sonderschau gibt es Theater zu sehen.

Wolfgang Wagmann

Dass neben OK-Präsident Roger Saudan auch ein Regierungsrat vier Wochen vor der HESO-Eröffnung die Medienkonferenz «aufpoliert», ist eher ungewöhnlich. Der Grund, warum Erziehungsdirektor Klaus Fischer in der «Krone» vor die Medien trat: die Promotion zur diesjährigen Sonderschau «SO ein Theater». Alles, was in Sachen Bühnenpräsenz einen Namen hat, wird die Sonderschau-Bühne beleben (vgl. unten) und ein attraktives Pendant zur Gewerbeschau in den anderen Hallen abgeben. «Wir sind jedenfalls wieder ausgebucht», konnte Walter Jenny für die Geschäftsstelle der HESO verkünden, «während andere Messen, darunter auch die BEA, unter dem Rückgang von Ausstellern und Publikum leiden, bleibt in Solothurn das Interesse an der HESO ungebrochen.» Eckpfeiler dafür seien der Gratiseintritt und die regionale Verankerung der Messe. Von den 249 Ausstellern – drei mehr als im Vorjahr – stammen 181 oder 73 Prozent aus der Region Solothurn, wobei die Anzahl städtische Aussteller mit 74 oder 30 Prozent den leicht rückläufigen Trend der letzten Jahre bestätigt.

Beliebte Evergreens

Für einmal eröffnet mit Niggi Ullrich, dem Kulturchef des Kantons Baselland, ein «Kulturmensch» die HESO am Freitag, 24. September – eine Referenz an die Sonderschau. Diesmal dauert die Herbstmesse für einmal wieder volle zehn Tage, da die bei den Ausstellern wenig beliebte Bettagspause entfällt. Die beliebten HESO-Evergreens sind jedoch alle wieder fixer Bestandteil des Messeangebots: Im Schanzengraben reihen sich an den HKK-Nigthstyle von Harri Kunz oben im Sonderschauzelt weiter unten die Bio-Bauern mit dem Streichelzoo, das Röschti-Huus von Urs Bucher, der Red Grizzly Saloon, das Schwingerzelt mit seinen sportlichen Aktivitäten und das Zelt von Kultuhrwerk für die Jugend. «Die Sicherheit kommt vor allem», betonten jedoch Roger Saudan wie Walter Jenny zu der nach ihrer Ansicht in den letzten Jahren stark verbesserten Situation nachts um den Schanzengraben.

Auch bei den Anlässen setzt man auf Bewährtes: «So tönts an der HESO», der beliebte Ländlernachmittag der Solothurner Zeitung am Mittwochnachmittag, 29. September, im Konzertsaal ist ebenso Programm wie der 11. Harley-Treff am zweiten HESO-Sonntag, dem 3. Oktober. Neu ist dagegen, dass die neue WC-Anlage an der Westseite der Reithalle benutzt werden kann, was für den HESO-Parkplatz hinter dem Müllerhof wegen der dortigen Überbauung wohl nur noch diesmal zutrifft. Gastregion an der HESO ist Grächen Tourismus mit den Matterhorn Valley Hotels.

Religion und Armut

Die Plattform HESO wird auch von kirchlichen und sozialen Institutionen für publikumswirksame Auftritte benutzt. So unterhält die reformierte Kirche einen Stand zum Thema «Erlebniswelt Religionsunterricht – was Kinder bewegt». In der Halle 6 zeigen dagegen das Amt für soziale Sicherheit und die IV-Stelle des Kantons die Wanderausstellung «Im Fall». Sie ist der Armut in der Schweiz gewidmet. Amtsvorsteher Marcel Chatelain: «Anhand von Fallbeispielen wird den Gründen für die Armut nachgegangen. Wir möchten mit der Ausstellung Vorurteile abbauen.» Dabei gebe es auch ein besonderes «Spiel»: HESO-Besucher können versuchen, mit dem monatlich gewährten Grundbedarf von 950 Franken Sozialhilfe auszukommen.

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