Triff
So macht Treffen noch mehr Freude

Durch den Verein der Herbetswiler Sportschützen ging ein Energiestoss. Auslöser war der Wunsch nach einer elektronischen Trefferanzeige für Kleinkaliber und Luftgewehr. An diesem Wochenende wird sie eingeweiht.

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Solothurner Zeitung

Alois Winiger

Der Wunsch nach der Anlage sei schon länger da gewesen, berichtet Christoph Altermatt, Präsident der Sportschützen Herbetswil. «Doch erste Berechnungen ergaben einen Aufwand von etwa 70 000 Franken, das hat uns schon ein wenig ernüchtert. Die Leute waren skeptisch.» Doch nicht zuletzt durch die anstehenden Aufgaben wie die Kugelfangsanierung habe die Sache dann doch Fahrt aufgenommen. «Das hat nicht geschadet, denn das Vereinsleben ist ein bisschen vor sich hingedümpelt.»

Allerdings sei auch das Projekt an und für sich gewachsen, wie Altermatt ausführt. «Die sechs Scheiben im 50-Meter-Stand mussten irgendwie geschützt werden.» Es bot sich die Möglichkeit, auf den bestehenden Mauern eine Überdachung mit Seitenwänden aufzubauen, und die Front mit elektrisch bedienbaren Rollläden auszurüsten. «Damit stieg zwar der Kostenvoranschlag auf 90 000 Franken, aber auch die Begeisterung, so dass wir uns sagten: Das schaffen wir auch noch.»

Stolze Sponsoringbeiträge

Der erstellte Finanzplan zeigte, dass der Verein 15 000 Franken beisteuern konnte, der Löwenanteil jedoch über Sponsoring hereingeholt werden musste. Und tatsächlich, auch das gelang dem Verein; Gemeinde, Firmen und Private liessen sich vom Vorhaben überzeugen und spendeten.

Selbstverständlich hätten die Vereinsmitglieder beim Realisieren des Projekts tüchtig Hand angelegt. «Und zwar nicht nur die Mitglieder der Kleinkaliberabteilung, sondern auch die 300-Meter-Schützen. Das war wirklich ein Gemeinschaftswerk», betont Altermatt. 2003 haben sich diese Abteilungen zu einem Verein zusammengeschlossen, die Schützengesellschaft (Gewehr 300m) bestand seit 1885, der Verein Sportschützen seit 1961.

Auch für Luftgewehr

Aus mehreren Systemen von elektronischen Trefferanzeigen wurde schliesslich dasjenige von Meyton auserkoren und von den Mitgliedern getestet. Seit Kurzem nun ist die Anlage in Betrieb und funktioniert einwandfrei. Es sei eine Freude, so dem Hobby frönen zu können. «Die Lust am Trainieren ist deutlich gestiegen», schwärmt Altermatt. Die Anlage habe den grossen Vorteil, dass sie übers Winterhalbjahr auch fürs Luftgewehrschiessen im Mehrzweckgebäude verwendet werden kann. Aber jetzt soll sie zuerst den 19 Schützinnen und Schützen der 50-Meter-Abteilung dienen. «Und vielleicht lassen sich noch weitere Leute begeistern, bei uns mitzumachen», sagt Altermatt. Die Kleinkaliberanlage steht nämlich morgen Samstag, 10 bis 18 Uhr, und übermorgen Sonntag, 10 bis 14 Uhr, für alle offen, um am Volksschiessen teilzunehmen.