«Slumdog Millionaire» räumt in Hollywood ab - Acht Oscars

Slumdog Millionaire als grosser Gewinner

Slumdog Millionaire als grosser Gewinner

«Slumdog Millionaire» ist der grosse Gewinner der diesjährigen Oscar-Verleihung. Das in Indien spielende Drama gewann in der Nacht gleich acht Oscars, unter anderem für den besten Film und die beste Regie. Der Kurzfilm «Auf der Strecke» des Schweizers Reto Caffi ging leer aus.

Die Auszeichnung für den besten "Live Action Short Film" ging stattdessen an "Spielzeugland" des deutschen Jochen Alexander Freydank. Enttäuschend schnitt der insgesamt 13 Mal nominierte Favorit "The Curious Case of Benjamin Button" ab. Er wurde lediglich drei Mal in Nebenkategorien gewürdigt.

In der Kategorie "bester Film" setze sich "Slumdog Millionaire" durch gegen "The Curious Case of Benjamin Button", "Milk", "The Reader" und "Frost/Nixon". In "Slumdog Millionaire" von Regisseur Danny Boyle geht es um einen Jungen aus einem Elendsviertel der indischen Metropole Bombay, der durch eine Quiz-Sendung im Fernsehen zum Star wird.

Über ihre erste Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin freute sich Kate Winslet. Die 33-jährige Britin spielt in "The Reader" nach dem Bestsellerroman des Deutschen Bernhard Schlink eine ehemalige KZ-Aufseherin. Bester Darsteller wurde Sean Penn für seine Rolle als charismatischer Schwulen-Politiker in dem Drama "Milk".

Genau 13 Monate nach seinem Tod wurde Heath Ledger erwartungsgemäss mit einem Oscar als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Der in Australien geborene Schauspieler war im Januar 2008 im Alter von 28 Jahren mit Drogen und Medikamenten im Blut tot gefunden worden.

Ledger wurde für seine Rolle als wahnsinniger Bösewicht Joker in dem Batman-Film "The Dark Knight" geehrt. Beste Nebendarstellerin wurde die spanische Schauspielerin Penélope Cruz mit der Komödie "Vicky Cristina Barcelona".

Als bester Animationsfilm wurde "Wall-E" aus dem Hause Disney ausgezeichnet. Die Ehrung als bester nicht englisch-sprachiger Film ging an "Departures" aus Japan.

In der Kurzspielfilm-Kategorie ging der einzige Schweizer Nominierte, "Auf der Strecke" von Reto Caffi, leer aus. Dieser Oscar ging an "Spielzeugland" von Jochen Alexander Freydank aus Berlin. In 14 Minuten Länge breitet "Spielzeugland" ein komplexes Minidrama über Lügen in der Nazizeit aus.

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