Die grössten Schweizer Hits
Singt sich der Singknabe zum Startenor?

Berühmt sein, das wollte Damian Meier aus Solothurn schon, als er noch ein kleiner Junge war. Mit seinem neusten Projekt «I Quattro» kommt der Sänger dem Traum näher.

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von Astrid Bucher

Vier talentierte Tenöre besinnen sich auf ihre musikalische Schweizer Heimat. «Aus heiterhellem Himmel ist die Anfrage bei mir eingetroffen», freut sich Damian Meier aus Solothurn, der zuerst an ein Spam-Mail glaubte, als er die Einladung zum Vorsingen erhielt. Seine Tenorstimme, mit leicht poppigem Touch, hat den Verantwortlichen von Universal Music schliesslich so sehr gefallen, dass er für das Projekt «I Quattro» engagiert wurde.

«Ich war sehr überrascht, als ich realisierte, was für eine grosse Sache das ist», sagt Meier. «Geplant sind vorerst sechs Live-Auftritte in der Sendung ‹Die grössten Schweizer Hits› auf SF und später eine konzertante Tournee durch die Schweiz.» Die CD-Aufnahmen wurden bereits in Leipzig realisiert, und die Scheibe ist seit dem 16. Oktober im Handel erhältlich. «Es war schon immer ein Traum von mir, schön orchestrierten Classic-Pop à la Bocelli zu machen, und wer weiss, vielleicht schaffen wir mit ‹I Quattro› ja den Durchbruch», sagt Meier.

Der ehemalige Singknabe, der in Oberdorf aufgewachsen ist, hat unterdessen erreicht, dass er mit der Musik seinen Lebensunterhalt bewältigen kann. «Ich lebe ganz ‹ordeli›», gibt der Sänger zu Protokoll. In der Region Solothurn ist Meier längst kein Unbekannter mehr.

Er arbeitet als Gesangslehrer an diversen Musikschulen, hat sein eigenes VocalStudio, in dem er professionelles Coaching für Gesangs- und Bühnenauftritte anbietet, besitzt in Bettlach das eigene Tonstudio «eleven music», und er gründete 2004 «DMC» - «Damians Music Company». Mit der 11-köpfigen Crew realisiert er jährlich eine grössere Musical-Produktion. Zudem leitet er den Schülerchor Oberdorf und wird auch immer wieder in verschiedenen Musical-Produktionen engagiert.

Zum ersten Mal schweizweit «berühmt geworden» ist Damian Meier 1997 mit «Code 5». Er war damals Leadsänger und Vocalcoach der ersten Boygroup der Schweiz. «Heute erinnern sich immer noch Leute, vor allem Damen, an die Gruppe - die sind jetzt genau in der Zielgruppe von ‹I Quattro›», sagt Meier schmunzelnd. Trotzdem hätte «Code 5» für sein neustes Projekt «I Quattro» keine Rolle gespielt. Vermittelt wurde er vom Solothurner Bassbariton Marc-Olivier Oetterli - ebenfalls ein ehemaliger Solothurner Singknabe.

«Jean-Marie Fontana von Universal Music konnte sich zuerst nicht mehr an mich erinnern, aber die Boygroup Code 5 war ihm schon noch ein Begriff.» Damals, nach kurzer Zeit mit «Code 5», hat Damian beschlossen, sich an der Musikhochschule Bern gesanglich auszubilden. 2001 hat er dort mit dem Lehrdip-lom abgeschlossen. Der Boygroup-Karriere hat er den Rücken gekehrt.

Sein musikalisches Können hatte Meier aber bereits vor der Boygroup-Karriere als Solist mit «Up with People» in über 120 Shows in Amerika und Europa bewiesen. Und während 15 Jahren war er Mitglied der bekannten Solothurner Singknaben. «Das kommt mir jetzt zugute, schliesslich kenne ich die bekannten Schweizer Volkslieder, die ‹I Quattro› singen, in- und auswendig.»

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