Simon Libsig

Simon Libsig schreibt an einem Kinderbuch

SImon Libsig in seinem Atelier. Im Hintergrund sind die Skizzen des Kinderbuches zu erkennen.  Foto: Mbo

Simon Libsig schreibt an einem Kinderbuch

SImon Libsig in seinem Atelier. Im Hintergrund sind die Skizzen des Kinderbuches zu erkennen. Foto: Mbo

«Ich habe meinem Verleger gesagt, ich hätte Lust, mal ein Kinderbuch zu machen», erzählt Simon Libsig. Durch den Verleger lernte er dann den Zeichner Stephan Liechti kennen. Im Herbst soll das Kinderbuch nun erscheinen.

Melanie Borter

Was sich in ein paar Sätzen so einfach zusammenfassen lässt, ist in Tat und Wahrheit aber ein langer Prozess. «Ja, dieses Kinderbuch-Projekt beschäftigt mich viel länger als andere Projekte», sagt Libsig.

Das hat auch seinen Grund: Das Kinderbuch ist ein Gemeinschaftsprojekt der beiden Künstler. Gemeinsam legten der Poet und der Zeichner die Charaktereigenschaften der drei Haupt- figuren fest und danach ging es im Ping-Pong-Verfahren weiter: Mal schrieb Libsig einen Teil der Geschichte, dann zeichnete Liechti weiter. Man traf sich erneut, wieder wurde umgeschrieben und neu gezeichnet.

«Das ist für mich eine ganz neue Art zu arbeiten», erzählt Libsig. «Normalerweise setze ich mich hin und beginne beim Schluss - wo führt eine Geschichte hin? Was will ich sagen? -, bevor ich zu schreiben beginne, habe ich die Geschichte im Kopf. Ich schmeisse selten ganze Seiten fort.»

Liechtis Arbeitsweise sei ganz anders, erst über die grobe Skizze komme dieser zum Schlussbild und der Illustrator gehe dabei nicht chronologisch vor, verwerfe ganze Bilder wieder. «Ich musste merken, dass ich gewohnt bin, alleine zu arbeiten. Es war schwierig für mich, Kompromisse einzugehen», gibt Libsig zu.

«Aber gerade deshalb, weil jeder von uns seinen eigenen Stil hat, lernen wir viel voneinander. So entwickelt sich die Geschichte des Kinderbuches organisch», beschreibt Libsig den Entstehungsprozess. Das sei eine sehr spannende Arbeitsweise, die er in Zukunft vielleicht beibehalte. «Vielleicht wäre es einfacher, wenn einer von uns etwas Fertiges hätte und der andere illustriert oder textet anschliessend nur noch, aber es ist auch schön, zusammen am gemeinsamen Traum des Kinderbuches zu feilen.»

Man lerne die Figuren einer Geschichte erst kennen, wenn man daran arbeite, erklärt Libsig, das sei beim Zeichnen so und beim Schreiben auch. So erstaunt es auch nicht, wenn die Namen der drei Hauptfiguren des Buches sowie auch der Buchtitel selbst schon mehrmals geändert wurden.

Und auch jetzt noch bezeichnet der Autor den Titel des Buches vorsichtig als «Arbeitstitel»: «Leonur, Manapi und Nubbur. Auf, zum Mond!» wird das Kinderbuch mit aller Wahrscheinlichkeit heissen. Und wie der Titel schon erahnen lässt, geht es um die drei Freunde namens Leonur, Manapi und Mubbur, die beschliessen, auf den Mond zu fliegen.

Dieses Kinderbuch soll im Übrigen erst der Anfang einer Serie von weiteren sein. «Die Idee ist, die drei neuen Helden des Kinderbuchhimmels noch auf weitere Abenteuer zu schicken», verrät Libsig. Man darf also gespannt sein.
Auf www.simon-libsig.ch oder auf www.echtzeit.ch wird das genaue Erscheinungsdatum, sobald dieses bekannt ist, publiziert.

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