Siglistorf

Siglistorf auf Augenhöhe mit Zermatt

Ein ganz besonderes Spektakel bietet sich dem Beobachter, wenn in den Wintermonaten eine Million Bergfinken bei Siglistorf den Schlafplatz aufsucht. (wal)

Naturereignis

Ein ganz besonderes Spektakel bietet sich dem Beobachter, wenn in den Wintermonaten eine Million Bergfinken bei Siglistorf den Schlafplatz aufsucht. (wal)

Wer ein Naturschauspiel beobachten will, muss nicht unbedingt die Rhonegletscher-Grotte auf der Furka-Passhöhe oder den Blausee bei Frutigen besuchen: Ganz in der Nähe – bei Siglistorf im Studenland – kann ein ganz spezielles Naturereignis beobachtet werden.

Grosse Ehre für Siglistorf: Der Bergfinken-Schlafplatz steht in einer Reihe mit dem Zermatter Matterhorn, dem Rheinfall bei Neuhausen, dem Martinsloch bei Elm und der Schöllenenschlucht zwischen Göschenen und Andermatt. So zumindest in der Broschüre der Krebsliga Schweiz «Naturschauspiele der Schweiz - 15 Tipps für unvergessliche Momente in und mit der Natur».

Die 40 Seiten umfassende Broschüre im Handtaschenformat listet insgesamt 15 Schweizer Sehenswürdigkeiten auf, verbunden mit einem speziell auf den jeweiligen Ort ausgerichteten Tipp und einem Hinweis, wie dieser Ort erreicht werden kann.

Eine Million Bergfinken

Dass Siglistorf die Aufnahme in die Gilder berühmter Orte geschafft hat, ist den Bergfinken zu verdanken. Von Dezember bis Januar versammeln sich jeden Abend Abertausende der kleinen Singvögel in einem Waldstück in der Nähe des Dorfes im Studenland.

Wenn sie zwischen 16 und 17 Uhr ihren Schlafplatz anfliegen, verdunkelt sich der Himmel. Das gleiche Schauspiel wiederholt sich laut der Broschüre der Schweizerischen Krebsliga zwischen 8 und 9 Uhr am Morgen, wenn sich die Vögel in umgekehrter Richtung wieder davon machen.

Experten schätzen, dass sich jeweils gegen eine Million Bergfinken in der Umgebung von Siglistorf aufhalten. Zuoberst auf ihrem Speisezettel stehen die Samen der Buchen, die sie in den Wäldern der Region finden. Sind die Buchnüsschen für die Bergfinken unter der Schneedecke nicht mehr zugänglich, löst sich der riesige Schwarm auf und die Vögel ziehen weiter.

Die kostenlose Broschüre kann bei Marianne Rösti von der Krebsliga Schweiz (031 389 91 34 oder
marianne.roesti@krebsliga.ch bestellt werden. (ksc/Za)

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