Sie ist auf den Hund gekommen

Sie ist auf den Hund gekommen – und mit ihm zusammen will sie nun das Traumpaar 2009 werden. Stefanie Küffer und ihr Hund Chelsea haben sich bei einem Wettbewerb der «Schweizer Familie» beworben und stehen nun überraschend im Finale.

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Solothurner Zeitung

Walter Ryser

Es ist ein Bild, das den Leser sofort fasziniert, ja sogar «fesselt», und sämtliche Herzen von Tierfreunden höher schlagen lässt. Zu sehen ist es in der jüngsten Ausgabe der «Schweizer Familie». Die Rede ist von der 25-jährigen Langenthalerin Stefanie Küffer, die auf einer Doppelseite mit ihrer Mischlingshündin Chelsea posiert. Die beiden gehören zu den zehn Paaren, die den Final des Wettbewerbs «Hund und Mensch - das Traumpaar 2009» erreicht haben. Gewählt wird das Traumpaar von den Lesern.

Von der Lancierung des Wettbewerbs in der «Schweizer Familie» hat Stefanie Küffer nichts mitbekommen. «Meine Nachbarin hat mich aufgefordert, hier mitzumachen», beginnt sie zu erzählen. Deren Mutter habe die Wettbewerbs-Ausschreibung in der «Schweizer Familie» gesehen. «Da musst du mitmachen, du und Chelsea, ihr seid das perfekte Paar, sagte sie zu mir.» Stefanie Küffer überlegte nicht lange und liess sich zusammen mit Chelsea von ihrer Nachbarin fotografien. Denn für sie war klar: «Wenn ich mit den Bewerbungs-Fotos nichts erreiche, dann habe ich zumindest schöne Bilder von mir und Chelsea.»

Aus allen Wolken gefallen

Doch die Bilder beeindruckten die Redaktoren der «Schweizer Familie», nur wusste Stefanie Küffer lange nichts davon. Sie habe nicht mehr damit gerechnet, noch einmal etwas von der Zeitschrift zu hören, sagt sie. «Als die Redaktion mich dann doch noch anrief und mitteilte, dass ich mit Chelsea zu den zehn Final-Paaren gehöre, da fiel ich aus allen Wolken.»

Danach ging alles sehr schnell: Die beiden wurden für ein Fotoshooting nach Zürich aufgeboten. Schminken, Interview geben, fotografien. Die junge Langenthalerin war äusserst beeindruckt. «Das lief alles sehr professionell ab und hat grossen Spass gemacht.»

Sie habe die Tierheime in der Region abgeklappert, auf der Suche nach einem Mischlingshund, weil sie diese für origineller halte als Rassehunde, erzählte sie der Redaktorin der «Schweizer Familie». Im «Tierdörfli» in Wangen bei Olten wurde sie fündig. Sie habe sich sofort in den Hund verliebt und schnell gewusst: Chelsea ist mein Hund, steht weiter in der Zeitschrift, in der auch zu lesen ist, welche Rituale die beiden pflegen und wie Stefanie Küffer ihre Chelsea belohnt. Der Hund sei d a s Tier für den Menschen, sagt sie und erwähnt, dass sie von klein auf ein grosser Tierfan gewesen sei. «Für mich war immer klar, dass ich später einmal einen Hund haben werde.»

Viele Internetstimmen erhalten

Sie habe sofort gespürt, dass sie mit ihrer 3-jährigen Chelsea gute Chancen auf den Titel «Traumpaar 2009» habe, bemerkt Stefanie Küffer. «Die Leute von der Redaktion haben uns sehr gelobt und fanden uns ein tolles Paar, denn Chelsea hat alles problemlos mitgemacht», erzählt die Kauffrau, die bei der Clientis Bank in Niederbipp arbeitet. Das Resultat ist in der Zeitschrift ersichtlich und Stefanie Küffer ist begeistert. Sie hat die Redaktion bereits angefragt, ob sie eine CD mit allen Aufnahmen erhalten könne.

Begeistert sind aber auch die Leser der «Schweizer Familie». «Am Tag als das Heft erschien, wurde ich bereits von einem Bekannten auf der Strasse angesprochen», erwähnt die Tiernärrin, die neben Chelsea noch eine Schildkröte sowie zwei Kaninchen besitzt. Später erhielt sie noch einen Anruf eines wildfremden Mannes, der ihr mitteilte, er habe für sie abgestimmt. «Und die Nachbarskinder haben das Bild von mir und Chelsea in der Zeitschrift abgezeichnet und mir die Zeichnung vorbeigebracht.»

Dass der Sieger des Wettbewerbs ein Wochenende für zwei Personen mit Hund in einem Wellness-Hotel gewinnt, ist für die in Melchnau aufgewachsene Stefanie Küffer nicht so wichtig. «Der Titel Traumpaar würde mir mehr bedeuten», sagt die Langenthalerin, die kurz vor Ende des Telefon- und Internet-Votings bei den Internetstimmen auf dem zweiten Platz lag.