Sicherheit als ein hohes Gut

Adrian Wüthrich (SP) spricht in Thunstetten über seine Schweiz

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Solothurner Zeitung

Irmgard Bayard

«Die Schweiz ist für mich ein Hort der Sicherheit», betonte Adrian Wüthrich (SP) in seiner 1.-August-Rede beim Schloss Thunstetten. Dass unser Land bisher von schlimmen Ereignissen wie Krieg und Attentaten verschont blieb, ist seiner Meinung nach in erster Linie auf unsere Demokratie und unsere Wirtschaft zurückzuführen. «Wir können uns vieles leisten, um Sicherheit zu schaffen.»

Die Schweiz verwalte rund drei Billionen Franken an ausländischem Vermögen. «Nicht alle diese Gelder sind illegal in der Schweiz», so der Huttwiler Gemeinderat mit Ressort Sicherheit. Die Schweiz solle ihre Sicherheit nicht länger jenen zur Verfügung stellen, die in ihren Heimatstaaten Geld hinterziehen wollen. «Hier müssen wir Hand bieten für Lösungen.» Sicherheit geben auch die Sozialversicherungen. Der in Walterswil aufgewachsene Wüthrich kann nichts mit denen anfangen, welche die AHV, die IV und die anderen staatlichen Einrichtungen schlechtmachen wollen. «Ich muss Gleichaltrigen immer wieder sagen: Auch meine Generation wird noch eine AHV-Rente erhalten», so der 29-Jährige, dessen Mutter in Thunstetten aufgewachsen ist. Wer Mitglied einer Pensionskasse sei, werde auch eine Rente erhalten. «Im Falle einer Pensionskassenpleite würde ein Sicherheitsfonds den notwendigen Schutz der Versicherten bieten.» Hier gesteht er allerdings ein, dass niemand wisse, wie die Entwicklung weitergehe. «Eine Krise zeichnet sich dadurch aus, dass die Leute unsicher sind über den Verlauf der Zukunft.» Im Gegensatz zu anderen Staaten, welche mit viel Geld die Wirtschaft unterstützt, aber auch Schulden gemacht hätten, stehe die Schweiz im internationalen Vergleich gut da. Dies, weil der Bundesrat wenig gemacht habe punkto Konjunkturprogramm. «Ich hätte mit einer grösseren Kelle angerührt und mehr Sicherheit ausgesendet als unser Bundesrat.»

Armee als weiteres Sicherheitspuzzle

Sicherheit könne man auch mit handfesten Dingen schaffen, wie der Feuerwehr, der Polizei, dem Gesundheitswesen und den vielen Pikettdiensten. Wüthrich nannte aber auch den Zivilschutz und die Armee. «Meiner Meinung nach gehört zu einem souveränen und selbstsicheren Staat eine Armee», so der künftige Kompaniekommandant. Allerdings eine, die funktioniere und die man ernst nehmen könne. Eine, die nicht in der Rekrutenschule junge, in einer computerisierten Welt aufgewachsene Männer und Frauen an Geräten ausbilde, die aus den Anfängen des Kalten Krieges stammten. Die Armeeführung habe einen ersten Schritt unternommen und wolle die computerunterstützte Ausbildung ausbauen. Für den SP-Mann gehört zudem die Luftwaffe ebenfalls zur Armee. Er befürwortet deshalb den Kauf der neuen Kampfflugzeuge. «Damit hätten wir auch ein weiteres Puzzleteil für unsere Sicherheit.»

Wüthrich schloss mit Wünschen und Hoffnungen. «Ich wünsche mir, dass wir auch in Zukunft sicher sind in unserem Land.» Er wünsche sich ein Land, mit einem Service public, der für alle die gleichen Leistungen erbringe. Ein Land, das mithelfe, den Klimawandel zu stoppen und eine Vorbildrolle einnehme im Klimaschutz. «Ich hoffe, dass unsere Generation die richtigen Entscheide trifft, damit auch die nächste Generation sicher in der Schweiz leben kann.»