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Sicheres Rundherum

Damit der Verkehr in den Kreiseln auch wirklich rund läuft, müssen zum Teil kleinere bauliche Mängel behoben werden. So zurzeit in Sisseln, in Laufenburg und in Kaiseraugst.

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Kreias

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Matthias Kessler

Susanne Hörth

«Haben Sie heute schon gekreiselt?» Eine Frage, die viele Verkehrsteilnehmer mit grosser Wahrscheinlichkeit mit einem Ja beantworten können. Die Zahl der Kreisverkehre auf unseren Strassen hat in den vergange-nen Jahren stark zugenommen. Wenn sie mittlerweile auch zum gewohnten Strassenbild gehören, so werden Kreisel unterschiedlich wahrgenommen.

Während der eine Verkehrsteilnehmer dem Schmuck auf der Kreiselinsel mehr Beachtung schenkt, stört sich ein anderer angesichts breiter Reifenspuren beidseitig der Fahrbahn daran, dass der Radius zu eng berechnet worden sein könnte. Und stehen dann auch noch rot-weisse Bauabschrankungen im Kreiselbereich, so fühlt man sich in dieser Annahme bestätigt. Tatsächlich werden zurzeit in Sisseln und, wenn es die Witterung zulässt, auch noch vor Jahresende in Laufenburg und Kaiseraugst kleinere bauliche Mängel an den bestehenden Kreiseln beseitigt. Dies bestätigt Strassenmeister Roland Jegge auf Anfrage dieser Zeitung. Die Nachbesserung bei den Kreiseln in Sisseln, Laufenburg und Kaiseraugst ist notwendig, da insbesondere Schwertransporter mit Tiefbettanhänger hängen geblieben sind. Wie Roland Jegge ausführt, wurden in diesen Tagen in Sisseln die Randabschlusssteine herausgenommen und vertieft - mit den Anschlag nach unten - wieder eingesetzt. Zusätzlich werden Rasengittersteine verlegt.

Kreisel genug gross

«Wir hören immer wieder, die Kreisel seien zu klein», geht Jegge auf eine entsprechende Frage ein. Dem sei aber nicht so. Die Radien seien geprüft. «Dort, wo der Kreisel tatsächlich etwas kleiner ist, steht den Verkehrsteilnehmern eine breitere Fahrbahn zur Verfügung», macht der Strassenmeister darauf aufmerksam, dass ein Kreiselbefahren ohne das Touchieren des Rondellinnern möglich ist.

Lichtsignal oder Kreise

Nicht überall machen Kreisel Sinn, erweitert Jegge kurz das Thema. Er erwähnt in diesem Zusammenhang die erst kürzlich sanierte Kohlplatzkreuzung in Rheinfelden. Nach wie vor ist diese mit einer Lichtsignalanlage versehen. Dies, weil die stark befahrene Kreuzung nicht von allen Seiten her gleich frequentiert wird. Wer aus einer der weniger befahrenen Strassen in den Kreuzungsbereich einbiegen möchte, hätte bei einem Kreisverkehr zu bestimmten Tageszeiten kaum eine Chance, vom Fleck zu kommen.

Dort, wo eine Kreuzung von allen Seiten her durchschnittlich gleich angefahren wird, ist das Vorhandensein eines Kreisels sinnvoll. Das trifft beispielsweise auf den zurzeit baulich sanft angepassten Rundumverkehr in Sisseln zu. Hier wird der Verkehrsfluss mit gleichzeitig gewünschter Verlangsamung gewährleistet.