In Polen starben seit Anfang November schon 212 Menschen an den Folgen der Winterkälte. "Die Kälte tötete am Montag zehn Menschen, nachdem am Sonntag bereits elf gestorben waren", teilte Polizeisprecherin Kamila Szala in Warschau mit. Im Süden des Landes waren am Morgen rund 5000 Haushalte ohne Strom, weil die Leitungen zusammengebrochen waren.

In Bulgarien war es minus 25,5 Grad kalt, in Rumänien fielen die Temperaturen gar auf minus 35 Grad. Laut dem Gesundheitsministerium in Bukarest erfroren erneut zehn Menschen, nachdem schon am Montag neun Menschen umgekommen waren. Betroffen waren vor allem Obdachlose. Damit stieg die Zahl der Kältetoten innerhalb einer Woche auf 33.

Rekordwerte gab es im europäischen Teil Russlands. "Zum ersten Mal seit 50 Jahren hat es auf dem ganzen Gebiet im europäischen Teil Russlands im Monat Januar noch keine Plustemperatur gegeben", sagte der Chef des russischen Wetterdienstes Gydromedzentr der Nachrichtenagentur RIA Nowosti. In Orjol, rund 380 Kilometer südlich von Moskau, fiel das Thermometer auf minus 30 Grad.

Auch Nordgriechenland ist fest im Griff der Kältewelle. In der Grenzstadt Orestiada zur Türkei wurden Temperaturen von minus 13 Grad gemessen. Dauerfrost herrschte auch entlang der Grenzen zu Albanien und Bulgarien. Sogar auf den Inseln der Nordägäis Thassos und Samothraki schneite es.

Selbst im Sonnenland Spanien wurden Schneewarnungen ausgesprochen. Die Kaltfront dürfte Meteorologen zufolge in Richtung Südwesten weiterwandern und auch die Maghrebstaaten Marokko und Algerien erreichen.