Wegen schlechten Wetters landete die Raumfähre eineinhalb Stunden später als ursprünglich geplant. Belohnt wurde die Geduld mit einer Bilderbuchlandung vor strahlend blauem Himmel.

Wichtigster Punkt der Reise ins All war die Installation eines vierten und letzten Paares von Sonnensegeln an die Internationale Raumstation ISS.

An der Station hatte ebenfalls am Samstag ein russisches Sojus-Raumschiff angedockt. Es brachte neben zwei neuen Dauerbewohnern einen Weltraumtouristen mit: den US-Millionär Charles Simonyi, der sich bereits vor zwei Jahren als Gast in der Station aufgehalten hatte und an Bord der ISS herzlich begrüsst wurde.

Das Sojus-Raumschiff mit dem aus Ungarn stammenden Software-Entwickler und einer neuen ISS-Langzeitbesatzung dockte am Samstag um 14.05 Uhr MEZ am Aussenposten im Weltraum an.

Dabei musste Kosmonaut Gennadi Padalka in der letzten Anlegephase die Kapsel per Hand an die Station heransteuern, weil anscheinend ein Sensor zur Überwachung der Motoren nicht richtig funktionierte. Das manuelle Manöver gelang reibungslos, und am Ende dockte das Raumschiff sogar ein paar Minuten früher an als geplant.

Der 60-jährige Simonyi, der sich im April 2007 zwei Wochen im All aufgehalten hatte, soll am 7. April zur Erde zurückkehren. Er ist der erste Weltraumtourist, der zwei Mal die ISS besucht hat.

Padalka und US-Astronaut Michael Barratt, die Simonyi mitbrachten, bleiben bis Mitte Oktober in der Station. Simonyi dürfte bis auf weiteres der letzte Raumfahrt-Laie in der ISS sein. Durch das Aufstocken der Dauerbesatzung gibt es in den Sojus-Kapseln keine Plätze mehr. Simonyi zahlte nach eigenen Angaben 35 Millionen US-Dollar dafür.