Entertainer

Shah Rukh Khan will Menschen in erster Linie unterhalten

Schauspieler Shah Rukh Khan in Berlin

Schauspieler Shah Rukh Khan in Berlin

Bollywood-Superstar Shah Rukh Khan hat sich auf der Berlinale für ein unpolitisches Kino ausgesprochen. «Im Kino geht es mehr um Unterhaltung als darum, Stellung zu beziehen», sagte der 44-Jährige in Berlin.

Er sei in erster Linie Entertainer. "Ich sehe viel zu gut aus, um ein Politiker zu sein", sagte Khan mit einem Augenzwinkern. Er wolle seinen Zuschauern dienen und sie zum Lächeln bringen.

Der Schauspieler stellt im offiziellen Berlinale-Wettbewerb ausser Konkurrenz seinen Film "My Name Is Khan" vor, der nach Boykottaufrufen radikaler hinduistischer Gruppen in Indien unter massiven Sicherheitsvorkehrungen angelaufen war. Regisseur Karan Johar thematisiert darin Anfeindungen gegen Muslime in den USA nach den Anschlägen vom 11. September 2001.

"Ich mag keine Aggressionen und möchte mit niemandem Stress haben", sagte Khan zu den Aufregungen um den Film. Er hoffe, dass jeder in Indien "My Name Is Khan" sehen könne und zeigte sich optimistisch: "Alles wird am Ende gut ausgehen."

Politische Töne schlug Khan an, als er von den strengen Sicherheitsvorkehrungen an internationalen Flughäfen sprach: "Ich werde immer ein bisschen länger kontrolliert als alle anderen - ich glaube, das liegt an meinem Gesicht." Er nehme dies aber nicht persönlich, sagte der Schauspieler. "Das ist die Welt, die wir uns selbst erschaffen haben." Die Menschen litten an Paranoia.

Mehrere hundert Fans hatten dem Superstar vor dem Berlinale-Hotel zugejubelt. "Nirgendwo auf der Welt werde ich so warm empfangen wie in Deutschland", beteuerte Khan. Das deutsche Publikum habe seinen Filmen den Weg ins westliche Kino geebnet.

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