Krim-Krise

Sex-Sanktionen gegen Russen: Ukrainische Frauen rufen zum Boykott im Bett

«Du musst den Feind mit allen Mitteln bekämpfen» sagen die Aktivistinnen von «Don't give it to a Russian» auf Facebook.

«Du musst den Feind mit allen Mitteln bekämpfen» sagen die Aktivistinnen von «Don't give it to a Russian» auf Facebook.

Gleich der griechischen Komödie «Lysistrata» fordern ukrainische Frauen nun zum Sex-Boykott gegen russische Männer. Die Facebook-Seite «Mach es nicht mit einem Russen» hat schon mehrere tausend Likes.

Wirtschaftssanktionen und politische Appelle beeindrucken die russische Regierung nicht. Jetzt nehmen die Frauen das Heft in die Hand. Auf Facebook fordern ukrainische Aktivistinnen zum Sex-Boykott gegen Russen auf.

«Mach es nicht mit einem Russen», lautet ihr Motto. Die Facebook-Seite, die vor einer Woche erstellt worden war, wurde bis am Donnerstag Nachmittag bereits mehr als 3700 «geliked».

«Du musst den Feind mit allen Mitteln bekämpfen», fordern die Aktivistinnen. Eine von ihnen ist die ukrainische Bloggerin und Musikerin Irene Karpa. «Wir versuchen zu provozieren, weil das für Aufmerksamkeit sorgt», wird sie von mehreren deutschen Online-Medien zitiert.

Die Aktion richte sich vor allem gegen die Politik des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Auslöser sei die Annexion der Krim gewesen und «der riesige Appetit von Herrn Putin, der auf unsere östlichen Grenzen schielt.»

Die Reaktion aus Russland liess nicht lange auf sich warten. «Dann schlaft halt nicht mit russischen Männern, umso mehr bleibt für uns», konterte eine russische Bloggerin.

Die Aktion der Ukrainerinnen hat ein historisches Vorbild: In der Komödie «Lysistrata» des antiken griechischen Dichters Aristophanes fordert die Athenerin Lysistrata ihre Geschlechtsgenossinnen zum Sex-Boykott auf, um den Peloponnesischen Krieg zu beenden.

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