Seniorenreise

Senioren besuchten den Freulerpalast

Auf Reisen: 120 Senioren lernten einen Teil der Ostschweiz kennen. Foto: zvg

Seniorenreise Fahrwangen und Meisterschwanden

Auf Reisen: 120 Senioren lernten einen Teil der Ostschweiz kennen. Foto: zvg

Was ist los, wenn mitten im Mai drei Cars am Morgen am Bahnhofplatz stehen und auf Gäste warten? Weder eine Werbefahrt noch ein Stelldichein von Veteranen, sondern die alljährliche Seniorenreise ist angesagt.

So fahren kurz nach 9 Uhr 3 Cars mit fast 120 Senioren aus Fahrwangen und Meisterschwanden los. Die Reise führt nach Näfels zum Freulerpalast. Für viele war es das erste Mal, dass sie mit einem Fahrzeug durch den neuen Tunnel unter dem Üetliberg hindurchfuhren, so wurde das neue Bauwerk auch bewundert.

Der Freulerpalast gilt als das bekannteste Gebäude im Kanton Glarus. Für die Führung durch dieses spezielle Gebäude, in dem der Kanton Glarus seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges sein Museum hat, wurden vier Gruppen gebildet. In jeder Gruppe erzählte ein Führer von den Schönheiten im Palast, griff einige Eckpunkte aus der Geschichte des Kantons auf und begeisterte für die Ausstellung zum Textildruck, die im dritten Stockwerk angesiedelt war.

Der Freulerpalast wurde von Kaspar Freuler in den Jahren 1642 bis 1648 erbaut. Freuler selber war Offizier in einem Schweizerregiment in Frankreich. Er schwärmte für die französische Königin und liess speziell für sie ein Zimmer herrichten; nur kam die Dame aus Frankreich nie zu einem Besuch. War die Einrichtung des Zimmers also umsonst? Wer das Zimmer betritt und die eindrücklichen Schnitzereien und Verzierungen bewundert, wird dies sicher verneinen.

Dass das Gebäude nach 200 Jahren im Familienbesitz an die Gemeinde Näfels wechselte und nach mehreren Verwendungen mehr und mehr verwahrloste, sieht man ihm nicht mehr an. Denn seit eine Stiftung das Gebäude übernommen hat, wird es sorgfältig gepflegt und renoviert.

Auf dem Kerenzerberg legte die Seniorengruppe ihre Mittagsrast ein. Nach der Pause ging die Reise weiter an Sargans vorbei nach Wildhaus ins Toggenburg. In der reformierten Kirche wurde ein Moment der Besinnung zum Thema Danken eingelegt. Wer abends für zehn Dinge dankt, hebt seine Lebensqualität, meinte Philipp Nanz, der zusammen mit Christoph Heldner im Duo das Lied «Du grosser Gott» sang. Dieser Beitrag gehört seit einigen Jahren zum Programm einer Seniorenreise.

Nach der Zvieripause führte die Reise aus dem Toggenburg über den Ricken zurück in die Linthebene und wieder ins Seetal. «Eine ganz wunderbare Reise», «Das war so schön», «Es war sehr abwechslungsreich», tönte es beim Adieu-sagen. (Eing.)

Meistgesehen

Artboard 1