Pädagogische Hochschule Liestal
«Semi» darf im Hanro-Gebäude bleiben

Bis zum Bau des Campus’ in Muttenz will die Hanro AG die Pädagogische Hochschule Liestal weiter beherbergen.

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Hanro AG

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bz Basellandschaftliche Zeitung

Alessandra Paone

Die Studierenden der Pädagogischen Hochschule (PH) in Liestal schöpfen Mut: Balthasar Settelen, Präsident des Verwaltungsrates der Hanro AG, ist bereit, den per Ende 2010 auslaufenden Mietvertrag mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) zu verlängern. In einem Brief an Martin Hofer vom Stadtbauamt Liestal schreibt er: «Ich komme zurück auf unser Telefonat vom 15. Mai 2009 und kann Ihnen bestätigen, dass seitens der Hanro AG ein Interesse besteht, den bestehenden Mietvertrag mit der FHNW um vier bis fünf Jahre zu verlängern.»

«So kann verhindert werden, dass unnötig Strukturen zerschlagen werden. Es wäre allen gedient», sagt Lukas Ott. Der Grüne Stadtrat hat sich in den vergangenen Monaten stark für den Erhalt der PH in Liestal eingesetzt. Ende März hatte sich die Stadt an die Bildungs- und die Baudirektion gewandt mit der Bitte, neben Muttenz auch für Liestal eine Testplanung durchzuführen. Unter anderem hatte der Stadtrat auch sein Interesse geäussert, zumindest in einer Übergangsphase - bis der Campus in Muttenz zur Verfügung steht - die PH im Kantonshauptort zu belassen. (die bz berichtete).

Hochschulrat hat das letzte Wort

Die zuständigen Regierungsräte Jörg Krähenbühl und Urs Wüthrich hätten in einem Schreiben vom 8. Mai betont, es könne dem Anliegen aller Beteiligten entsprochen werden, wenn geeignete Mietoptionen für die Übergangszeit in Liestal gefunden würden, berichtet Ott. Eine Landratsvorlage zum Bedarf der FHNW am Standort Muttenz ist im Herbst zu erwarten.

«Die Stadt hat nur als Vermittlerin operiert», sagt Ott. Es sei nun Aufgabe der FHNW und des Kantons, einen Entscheid zu fällen. Dass diese Übergangslösung ein Schritt in Richtung definitive Bleibe der PH in Liestal ist, bezweifelt Ott jedoch. Die Fokussierungsstrategie der FHNW könne nicht einfach über den Haufen geworfen werden.

Roland Plattner, Generalsekretär der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion, rechnet damit, dass der Entscheid für die Übergangslösung noch vor den Sommerferien gefällt wird. Das letzte Wort habe aber nicht der Kanton, sondern der FHNW-Hochschulrat. Die PH könne aber durchaus Einfluss nehmen auf den Entscheid. Astrid Eichenberger, Institutsleiterin der PH, war für eine Stellungnahme gestern nicht erreichbar.