Unerwünschter Besuch

Seltener Java-Leopard in Indonesien erschossen

Ein Java-Leopard streckt sich in der Sonne des Berliner Zoos

Ein Java-Leopard streckt sich in der Sonne des Berliner Zoos

In Indonesien hat die Polizei einen seltenen Leoparden erschossen, der die Bewohner eines Dorfes in Angst und Schrecken versetzt hatte. Die Bewohner hätten den schwarzen Leoparden in Richtung Polizeischule getrieben, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.

Die Beamten erschossen das seltene Tier demnach am Samstag, als der Java-Leopard sich in einen der Klassenräume der Ausbildungsstätte flüchtete. Der Vorfall ereignete sich in einem Dorf nahe der Stadt Sukabumi in der Provinz West-Java.

Naturschützer kritisierten das Vorgehen der Polizei. Sie warfen den Beamten vor, dass sie das Tier nicht mit Hilfe von Wildschützern einfingen und in einen Nationalpark brachten.

Der Java-Leopard lebt nur auf der gleichnamigen indonesischen Insel und wird auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere geführt. Die Bevölkerung Indonesiens dringt mit ihren Siedlungen immer weiter in den Regenwald des Landes ein und macht so den Wildtieren den Lebensraum streitig.

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