In der kosovarischen Familie Kamberi aus Schwaderloch fehlt beim Mittagstisch seit zwölf Jahren der älteste Sohn Shkelzen. Damals lebten die Kamberis noch im Kosovo und Shkelzen verschwand, als er am Kiosk Zigaretten kaufen wollte.

Bis heute wissen die Eltern nicht, was mit ihm geschehen ist - sie vermuten, dass er einem Verbrechen zum Opfer fiel. Das einzige, was sie möchten, ist endlich die Gewissheit haben, was ihrem Sohn passierte.

Laut dem Schweizerischen Roten Kreuz (IKRK) würden hier etwa 420 Personen im Im- und Ausland gesucht. In Konfliktgebieten sei die Chance, dass Vermisste schnell gefunden würden, klein.

Bei der Kantonspolizei Aargau gehen fast täglich Vermisstmeldungen ein. Viele dieser Fälle würden sich aber schnell lösen. (cbk)