«Seien wir offensiv, statt ängstlich»

Kantonsrätin Brigitta Johner versprühte in Urdorf Zuversicht und Hoffnung

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Bereits zum zweiten Mal nach 1994 erhielt die Urdorfer Urdorfer FDP-Kantonsrätin Brigitta Johner die Gelegenheit in ihrer Wohngemeinde die 1.-August-Ansprache zu halten. Das sei eine noch viel grössere Herausforderung als beim ersten Mal, bekannte sie mit Blick auf ihre vielen Bekannten auf dem Festplatz im Embri.

Johners Gedanken kreisten in der Folge um die Beziehung von Staat und Staatsbürger und den Umgang mit Krisen - oder positiver ausgedrückt: um Veränderungen und den daraus resultierenden Chancen. Sie veranschaulichte ihre Rede mit Beispielen aus gut sieben Jahrhunderten Schweizer Geschichte.

Der Staat sorge für Freiheit und Recht, für Wohlfahrt und Chancengleichheit und den Erhalt natürlicher Lebensgrundlagen, sagte Johner. Er stelle sich also ganz in den Dienst seiner Bürgerinnen und Bürger. Damit er dies aber in sinnvollem Masse tun könne, bedürfe es der Beteiligung der Stimmberechtigten. Nur über den Gang an die Urne könnten der Staat und dessen Aufgaben gestaltet werden. Johner bevorzugt keinen Minimal- und keinen Maximalstaat, sondern - gut schweizerisch - einen Kompromiss aus beiden, sprich einen Mittelweg.

Die aktuelle Herausforderung für die Schweiz sei natürlich einen Ausweg aus der Krise zu finden, in die sie geldgierige Manager gestürzt hätten. Die Schweiz habe im Laufe ihrer Geschichte bewiesen, dass sie sehr erfinderisch sein könne. Sie vereine durchaus den Weitblick eines Alfred Eschers, den Erfindungsreichtum eines Nicolas Hayeks und die Beharrlichkeit eines Roger Federers. Johner: «Seien wir offensiv, statt ängstlich - und zuversichtlich, im Wissen, dass die Welt sich stets gewandelt hat und weiter wandeln wird.» (jk)