Pfarrwahl

Seelsorgeraum ist gerettet

Pfarrer Kurt Vogt nach Dietikon auch in Schlieren mit deutlicher Mehrheit gewählt.

Pfarrer

Pfarrer Kurt Vogt nach Dietikon auch in Schlieren mit deutlicher Mehrheit gewählt.

Die Kirchgemeinde Schlieren wählte mit Kurt Vogt ihren künftigen Pfarrer. Damit kann der Seelsorgeraum Dietikon-Schlieren weitergeführt werden.

Nicolas Kucera

Nun ist es definitiv. Ab dem 1. August 2010 wird Kurt Vogt neuer Pfarrer im Seelsorgeraum Dietikon-Schlieren sein. In zwei separaten Abstimmungen am 10. September in Dietikon und am 28. September in Schlieren haben die Kirchgemeinden den Vorschlag der elfköpfigen Pfarrwahlkommission Dietikon-Schlieren gutgeheissen.

Mit einem Wahlergebnis von 60 zu 2 Stimmen fiel das Resultat am Montagabend in Schlieren sehr deutlich aus. Wie zuvor bereits in Dietikon scheint Vogt kaum auf Widerstand zu stossen. Zwar wurde während der Versammlung der Zweifel laut, ob ein einziger Pfarrer für einen derart grossen Seelsorgeraum ausreichend sei, doch insgesamt geben sich die Kirchgemeinden mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Lange Wartezeit

Mit der Wahl von Kurt Vogt ist die Zukunft des Seelsorgeraums Dietikon-Schlieren geregelt. Bis zu Vogts Antritt müssen sich die beiden Kirchengemeinden allerdings noch eine Weile gedulden. Erst in 10 Monaten - am 1. August 2010 - wird dieser nämlich das Amt von seinem Vorgänger, Pater Leo Müller, übernehmen.

Der Grund dafür liegt beim künftigen Pfarrer selber. Obwohl dieser sich auf seine neue Anstellung freut, wollte er die diesjährigen Erstkommunikanten in Stäfa nicht im Stich lassen. Anschliessend nimmt er eine Auszeit von drei Monaten anstatt der üblichen sechs, um sich auf die neue Aufgabe vorzubereiten.

Da Pater Müller bereits auf den 1. August 2009 in den Ruhestand gegangen ist, entsteht zwischen dessen Pensionierung und dem Antritt von Kurt Vogt eine Lücke. Damit die beiden Kirchengemeinden während dieser Zeit nicht ohne geistlichen Beistand auskommen müssen, hat sich Weihbischof Paul Vollmar bereit erklärt, den Kirchendienst bis zu Vogts Antritt zu übernehmen.

Eine neue Herausforderung

Kurt Vogt kam am 6. November 1962 als achtes von neun Kindern in Chur zur Welt. Seine Kindheit verbrachte er in Balzers im Fürstentum Lichtenstein, dessen Staatsbürgerschaft er besitzt. 1987 schloss er sein Studium der Theologie und Philosophie an der Universität Freiburg ab. In der Folge arbeitete er als Diakon und Pfarrhelfer in Altdorf UR und als Vikar in St. Peter und Paul in Winterthur, bevor er 1992 die Stelle als Pfarrer in Stäfa antrat.

Nach 17 Jahren in Stäfa begann er sich auf die Suche nach einer neuen Herausforderung zu machen - und fand diese im Limmattal. Ihm ist klar, dass ihn keine einfache Aufgabe erwartet. Immerhin ist Dietikon-Schlieren mit seinen drei Pfarreien im Kanton Zürich der drittgrösste Seelsorgeraum nach Winterthur und Uster. Hinzu kommen erschwerende Faktoren wie die Integration ausländischer Nationalitäten. Dennoch ist Vogt zuversichtlich, dass er der Herausforderung - mit der Hilfe seines Teams - gewachsen ist.

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