160 Kilometer
Sechs (!) Sekunden zu spät: Läufer bricht nach Ultra-Marathon am Ziel zusammen

60 Stunden und 6 Sekunden benötigte der Kanadier Gary Robbins für den 100-Meilen-Marathon. Damit verfehlte er die vorgegebene Zeitlimite um wenige Sekunden, und das erst noch, weil er sich verlaufen hatte. Das tut weh.

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Der Barkley Marathon gilt als einer der härtesten überhaupt. 100 Meilen, das sind gut 161 Kilometer, müssen sich die Läufer in 32 Runden durch den Frozen Head State Park in Tennessee, USA, schlagen. Und das bei gerade mal zwei Wasserstationen, wie es auf einer Webseite heisst, die laut der Huffington Post einer offiziellen Marathon-Homepage am nächsten kommt. Zudem ist ein Grossteil der Wege nicht markiert.

Nur 40 Läufer werden jedes Jahr registriert und Gary Robbins aus North Vancouver hatte grosse Pläne: Er wollte der erste Kanadier sein, der diesen Marathon beendet.

Durch einen fünf Meter tiefen Fluss

Das tat er auch, aber leider auf Umwegen. Denn irgendwann gegen den Schluss verirrte er sich irgendwo im nebligen Wald.

Robbins gab alles. Mithilfe eines Kompass suchte er sich den Weg, wie die Huffington Post schreibt, durchquerte unter anderem völlig erschöpft und gestresst einen fünf Meter tiefen Fluss.

Auch wer noch nie tagelang durch den Wald gelaufen ist, kann nachfühlen, welche Gefühle Robbins gehabt haben muss, als am Ziel angekommen ist – sechs Sekunden nach der vorgegebenen Zeitlimite von 60 Stunden. Das Video davon spricht Bände. (smo)

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