Scope
Scope auf dem Kasernenareal

Geht es nach dem Geschäftsführer der Kaserne Basel, soll die vor kurzem in Schlagzeilen geratene Kunstmesse Scope auf dem Kasernenareal stattfinden.

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Kasernenareal Basel

Kasernenareal Basel

bz Basellandschaftliche Zeitung

Yen Duong

Sie darf, sie darf nicht und schliesslich durfte die Kunstmesse Scope letzten Monat in allerletzter Minute auf das Landhofareal (die bz berichtete). Nächstes Jahr soll die vierte Ausgabe der Kunstmesse Scope, die immer ganz bewusst die Nähe zur Art Basel sucht, gemäss Informationen der bz aber auf dem Kasernenareal über die Bühne gehen.

Thomas Keller, Geschäftsführer der Kaserne Basel, bestätigt, dass Gespräche mit der Scope bereits stattgefunden haben und noch im Gange sind: «Die Verhandlungen laufen. Wir sind sehr daran interessiert, dass die Scope Basel 2010 auf dem Kasernenareal stattfindet», sagt er.

Und auch der Gründer der Scope, Alexis Hubshman, hat laut Keller sein Interesse für diesen Standort während des Gesprächs klar zum Ausdruck gebracht. «Herr Hubshman sieht auf dem Landhofareal keine längere Perspektive mehr und sucht nach einem neuen Ort», meint der Geschäftsführer.

Zeltstadt unwahrscheinlich

Man müsse aber noch abklären, wie sich die Scope mit der Fläche des Kasernenareals arrangieren könnte. Denn diese sei kleiner als die des Landhofareals. Dass die Scope auf dem Kasernenareal ebenfalls die gleiche Zeltstadt aufschlagen könne, sei daher eher unwahrscheinlich.

«Wir müssen noch nach einer Lösung suchen, in welcher Dimension die Kunstschau bei uns stattfinden könnte», erklärt er. Auch müsse darauf geachtet werden, dass der Betrieb der Kaserne Basel während der Messe nicht beeinträchtigt werde. Denn immerhin sei dieser Anlass etwa so gross wie das Basel Tattoo.

Keller betont aber: «Das gegenseitige Interesse für eine Durchführung auf dem Kasernenareal ist auf jeden Fall vorhanden.» Da die Kaserne Basel aber nicht die einzige Nutzerin des Areals sei, müssten zudem auch die anderen Institutionen der Scope Basel grünes Licht geben.

Die Zeichen dafür stehen gut: Pro Kasernenareal, die Nutzervereinigung des Kasernenareals, bot der Kunstmesse vergangenen Mai während des Hick-Hacks rund um das Landhofareal nämlich «Asyl» an. Die damalige Begründung: Scope passe inhaltlich auf das Kasernenareal. Auch Keller vermutet deshalb, dass die anderen Nutzer dem Gastrecht für die Scope nicht abgeneigt seien.

Er ist zuversichtlich, dass die vierte Ausgabe der Scope Basel auf dem Kasernenareal durchgeführt werden kann. Dies wäre auch ein Vorteil, weil der Anlass ein anderes Publikum auf den Platz locken würde, sagt er.

Falls die internationale Kunstmesse tatsächlich bei der Kaserne durchgeführt wird, wäre diese ihr vierter Standort. Scope Basel fand bereits in der E-Halle, am Rheinhafen und eben auf dem Landhofareal statt. Letzteres sorgte für heftigen Wirbel: Die Anwohner wehrten sich vehement gegen die Durchführung der Kunstschau und reichten Einsprache gegen die Baubewilligung ein.

Diese Einsprachen wurden vom Bau- und Verkehrsdepartement gutgeheissen, am Ende erteilte der Vorsteher des Departements, Hans-Peter Wessels, der Scope Basel für ihre Zeltstadt aber trotzdem eine Ausnahmebewilligung.

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