Rund 200'000 Besucherinnen und Besucher erwarten die Organisatoren am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (ESAF) vom 20. bis 22. August 2010 in Frauenfeld. Die Vorfreude ist gross: Ein hundertköpfiges Fest-OK hat sich formiert, die Sponsoren reissen sich um eine Partnerschaft für den grössten sportkulturellen Anlass des Jahres, die VIP-Plätze sind vergriffen.

Zu Beginn der Frauenfelder Frühlingsmesse wird der Siegermuni auf den Namen Arnold getauft und das Schwinger-Sammelalbum vorgestellt. Das Sportmuseum Schweiz lanciert im Vorfeld des ESAF gemeinsam mit dem Eidgenössischen Schwingerverband (ESV) und weiteren Partnern das Sammelalbum "Der König".

Auf 40 Seiten und in 176 Bildern wird im Stile von Panini Geschichte und Aktualität des Schwingsports thematisiert, und die 80 aussichtsreichsten Kranzanwärter aus allen Teilverbänden werden porträtiert. Das Sammelalbum stimmt nicht nur auf das ESAF ein, sondern kommt auch den Schwingklubs und vor allem den Jungschwingern zugute, heisst es.

Die Vereine können die Bilder selber vertreiben - und behalten dabei die Verkaufsprovision. Ein weiterer Teil aus dem Erlös fliesst direkt in die Nachwuchsförderung des ESV.

Der Toggenburger Jörg Abderhalden und sein Verbandskollege Nöldi Forrer sind die Stars der Schwingerszene. Abderhalden wurde bereits drei Mal Schwingerkönig (1998, 2004 und 2007), Forrer holte den Titel 2001 ins Toggenburg.

Auf drei Königstitel haben es in der 115-jährigen Geschichte der eidgenössischen Feste nur gerade zwei weitere Schwinger gebracht: die Berner Hans Stucki (1900, 1902 un 1905) und Ruedi Hunsperger (1966, 1969 und 1974).

In jedem fünften Schweizer Haushalt werden Fussball-Panini-Bilder gesammelt. Ob neben den Fussballern auch die "Bösen" ein Sammel- und Tauschfieber auslösen, wird sich zeigen.