Winterwetter

Schweizweit zahlreiche Unfälle - und das Salz wird knapp

Salzknappheit

Salzknappheit

Weisse Flocken aus Nordwesten haben die Schweiz von Neuem mit einem Flaum bedeckt. Am zentralen und östlichen Alpennordhang ist die Schneedecke sogar bis zu 30 Zentimeter dicker geworden.

Die Messungen der Neuschneemenge sind jedoch mit Vorsicht zu geniessen. Der starke Westwind verwehte den Schnee dermassen, dass er laut SF Meteo exakte Neuschneemessungen nahezu unmöglich machte.

Automatische Messungen von MeteoSchweiz ergaben in Gadmen im Haslital 30 Zentimeter Neuschnee. Klosters erhielt 21 Zentimeter Schnee, und am Lauberhorn wurden 19 Zentimeter gemessen. Im Muotathal fielen 20 Zentimeter Schnee, in Glarus annähernd so viel.

Schneebedeckte Strassen führten schweizweit zu zahlreichen Unfällen. In Zug schleuderte eine Autofahrerin in den eisig kalten Zugersee. Sie konnte sich selbst befreien und ans Ufer retten.

Während sie aber durchnässt auf Hilfe wartete, fuhren etliche Autofahrer an der am Strassenrand kauernden Frau vorbei, ohne sich um sie zu kümmern, wie die Polizei mitteilte. Ein Mann, der gerade am Zügeln war, half der Frau schliesslich und konnte sie sogar mit trockenen Kleidern versorgen.

Im Kanton Zürich kam es zu rund zwei Dutzend Unfällen. Dabei blieb es meistens bei Blechschäden. Verletzt wurde niemand. Nonstop musste aber am Flughafen Zürich der Schnee weggeräumt und Flugzeuge mussten enteist werden.

Die Schweizer Rheinsalinen können zurzeit die grosse Nachfrage nach Streusalz nicht erfüllen, obwohl sie täglich 2200 Tonnen Auftausalz produzieren. Deshalb erhalten im Kanton Schwyz Gemeinden und Bezirke kein Salz mehr. Es wird prioritär auf den Nationalstrassen verstreut.

Auch Zürich beklagt den Salz-Engpass, was zur Folge hat, dass Nebenstrassen, Trottoirs und Wege nur "weissgeräumt" werden. Schaffhausen meldete, dass nur noch Busrouten und viel befahrene Strassen mit Steigungen gesalzen werden.

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