Schweiz-China

Schweizerschule in Peking startet diesen Sommer

Unterricht an der Schweizerschule São Paulo. Bald lernen auch Kinder an der Schweizerschule in Peking. (Archiv)

Unterricht an der Schweizerschule São Paulo. Bald lernen auch Kinder an der Schweizerschule in Peking. (Archiv)

Das Netz der Schweizerschulen im Ausland wächst. Nach den Sommerferien eröffnet in Peking eine neue Schule. Weitere Anträge seien hängig, sagte Bundesrat Alain Berset am Dienstag im Ständerat.

Projektideen gibt es für Vietnam, Brasilien, Ägypten, Katar und Kuwait, wie der Bundesrat auf eine entsprechende Interpellation von Anne Seydoux-Christe (CVP/JU) schreibt.

In Peking wird gemäss der Bundesratsantwort vorerst mit einer "kleinen Schülerzahl" gerechnet. Ab 2020 werden rund 150 Schülerinnen und Schüler erwartet. Die Schule startet gemäss eigenen Angaben mit Kindergartengruppen und einer 1. und 2. Klasse. Jährlich soll dann eine Klasse dazukommen. Patroniert wird sie vom Kanton Zürich.

In der Aufbauphase sei eine Unterstützung aus dem laufenden Kredit möglich, schreibt der Bundesrat. Später geht der Bundesrat von jährlichen Bundesbeiträgen von rund 0,5 Millionen Franken aus.

17 Schulen werden unterstützt

Vor zwei Jahren ist das neue Gesetz über die Schweizerschulen im Ausland in Kraft getreten. Dieses läutete einen Paradigmenwechsel ein: Nicht die Ausbildung von Schweizer Kindern im Ausland steht seither im Zentrum, sondern die Schule als Schaufenster für die schweizerische Bildung und Kultur. Neu kann der Bund auch die Gründung und den Aufbau einer Schweizerschule finanziell unterstützen.

Aktuell fördert der Bund 17 Schweizerschulen im Ausland: in Bangkok, Barcelona, Bogota, Catania, Lima, Madrid, Mailand (mit Filialschule in Como), Mexiko (mit Filialschulen in Cuernavaca und Querétaro), Bergamo, Rom, Santiago, Sao Paulo (mit Filialschule in Curitiba) und Singapur. Ausserdem unterstützt der Bund 13 deutsche, französische oder internationale Schulen mit Schweizer Lehrpersonal an Standorten mit einer grösseren Schweizer Gemeinschaft.

Die Schulen finanzieren sich hauptsächlich über Schulgelder. Der Bund kommt im Schnitt für 25 bis 30 Prozent der Kosten auf. Für die Jahre 2016 bis 2020 hat das Parlament jährlich rund 21 Millionen Franken bewilligt.

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