Illegaler Hundehandel

Schweizer Tierschutz lässt ungarische Welpenhändler auffliegen

Der Schweizer Tierschutz (STS) hat illegale Welpenhändler aus Ungarn im grenznahen Waldshut-Tiengen (D) auffliegen lassen. Der STS gab sich als Käufer von Hunden aus. Bei der Übergabe auf einem Parkplatz griff jedoch die zuvor informierte deutsche Polizei zu.

Es seien am Samstag fünf Hundewelpen konfisziert worden, bestätigte Paul Wissler, Mediensprecher der Polizeidirektion Waldshut-Tiengen, auf Anfrage entsprechende Angaben des STS. Die Amtstierärztin sei vor Ort gewesen. Die Händler seien angezeigt worden.

Gemäss STS entsprachen die zwei Beagle-Welpen und drei Havaneser-Welpen weder dem gesetzlichen Mindestalter noch waren sie gegen Tollwut geimpft. Die Welpen seien von der über zwölfstündigen Reise aus Ungarn völlig erschöpft und ausgemergelt gewesen.

Der Schweizer Tierschutz war im Internet auf ein Inserat der Welpenhändler gestossen, wie er mitteilte. Unter verdecktem Namen wurde ein Kauf vorgetäuscht.

Der STS nahm den Fall zum Anlass, um vor unseriösen Angeboten zu warnen. Junge Hunde jeder Rasse, Farbe und Grösse würden zu Dumpingpreisen zum Kauf feilgeboten.

Die Welpen stammten oft aus osteuropäischen Ländern. Dort würden sie in Massenproduktion gehalten. Sie würden viel zu früh von der Mutter getrennt.

Für die Händler sei dies ein lohnendes Geschäft. Die Tiere kosteten in den Erzeugerländern um die 30 bis 50 Franken. Am Abgabeort in der Nähe der Schweizer Grenze würden sie für 500 bis 800 Franken verkauft.

Die jungen Hunde seien oft todkrank, weil sie kaum geimpft und entwurmt seien. Die sechs bis acht Wochen alten Welpen seien zudem schlecht sozialisiert, hält der STS fest.

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