Vulkan
Schweizer Luftraum ist ab sofort gesperrt

Die riesige Aschewolke über Nordeuropa legt auch heute Freitag grosse Teile des europäischen Flugverkehrs lahm. Betroffen vom Vulkanausbruch auf Island sind auch die Schweizer Flughäfen in Zürich, Genf und Basel. Die Aschewolke wird um Mitternacht die Schweiz erreichen.

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Die Vulkan-Aschewolke sorgt auch in Berlin für etliche abgesagte Flüge
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Satelliten-Bild zeigt Rauch aus dem Eyjafjallajokull Satelliten-Bild zeigt Rauch aus dem Eyjafjallajokull
Gestrandete Passagiere beziehen ihr Nachtlager
Vulkanausbruch Island
Vulkanausbruch Island
Vulkanausbruch Island
Vulkanausbruch Island
Vulkanausbruch Island
Staub auf Strasse - Island - Vulkanausbruch
Vulkanausbruch Island
Vulkanausbruch Island
Die Vulkan-Aschewolke sorgt auch in Berlin für etliche abgesagte Flüge Die Vulkan-Aschewolke sorgt auch in Berlin für etliche abgesagte Flüge
Betroffen von der Vulkan-Aschewolke: Flugzeuge der Lufthansa am Flughafen Hamburg Betroffen von der Vulkan-Aschewolke: Flugzeuge der Lufthansa am Flughafen Hamburg
Gestrandete Passagiere
Gestrandete Passagiere
Vukanasche legt Flugverkehr lahm
Vulkanasche legt Flugverkehr lahm
Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull auf Island
Der Vulkan Eyjafjallajökull auf Island
Vukanasche legt Flugverkehr lahm
Vulkan spuckt weiter Der Vulkan im Süden von Island stößt weiterhin eine große Wolke aus Lavaasche und Rauch in die Atmosphäre. Wie das Außenministerium in Reykjavik in der Nacht zum Freitag mitteilte, konnten fast alle der 800 Betroffenen Bewohner des Gebiets wieder in ihrer Häuser zurückkehren. Die Gefahr akuter Überschwemmungen durch geschmolzenes Gletschereis sei vorerst gebannt

Die Vulkan-Aschewolke sorgt auch in Berlin für etliche abgesagte Flüge

Keystone
Bewohner kehren zurück Der Vulkan im Süden von Island stösst weiterhin eine grosse Wolke aus Lavaasche und Rauch in die Atmosphäre. Er hat aber an Kraft verloren und stösst weniger Asche aus Wie das Außenministerium in Reykjavik in der Nacht zum Freitag mitteilte, konnten fast alle der 800 Betroffenen Bewohner des Gebiets wieder in ihrer Häuser zurückkehren. Die Gefahr akuter Überschwemmungen durch geschmolzenes Gletschereis sei vorerst gebannt. Bilder des Vulkans finden Sie hier.

Bewohner kehren zurück Der Vulkan im Süden von Island stösst weiterhin eine grosse Wolke aus Lavaasche und Rauch in die Atmosphäre. Er hat aber an Kraft verloren und stösst weniger Asche aus Wie das Außenministerium in Reykjavik in der Nacht zum Freitag mitteilte, konnten fast alle der 800 Betroffenen Bewohner des Gebiets wieder in ihrer Häuser zurückkehren. Die Gefahr akuter Überschwemmungen durch geschmolzenes Gletschereis sei vorerst gebannt. Bilder des Vulkans finden Sie hier.

Keystone

«Die Wolken dürften sich weiterhin südwärts bewegen, da wir heute und morgen noch Nordwind haben», sagt Felix Baum von MeteoNews. Die ersten Teilchen werden um Mitternacht den Jura erreichen.

Was noch offen sei, ist die Konzentration, so Baum. Sie dürfte abnehmen, je weiter südlich die Wolke treibt. Aber ob das schon reicht, dass man gefahrlos fliegen kann, weiss der Wetterexperte nicht. Mit flächendeckendem Regen, damit der Staub ausgewaschen wird, ist jedoch übers Wochenende und auch in der nächsten Woche nicht zu rechnen.

Swiss-Flüge gestrichten

Die Swiss International Air Lines strich bis jetzt 205 von rund 365 Flügen von und nach Zürich, Genf und Basel. Mit weiteren Flugausfällen im Laufe des Tages sei zu rechnen, sagte eine Swiss-Sprecherin der Nachrichtenagentur Reuters. Betroffen sind wie am Vortag alle Destinationen nördlich einer Linie von Paris bis Frankfurt. Passagiere, die für heute Freitag einen Flug geplant hatten, sollten sich mit ihrer Airline in Verbindung setzen und nicht zum Flughafen fahren. Diesen Rat schienen sich viele Passagiere zu beherzigen, am Flughafen Zürich gab es am Morgen fast keine gestrandeten Passagiere.

Auch auf dem Flughafen Genf wurden alle Flüge nach Grossbritannien, aber auch Paris, Amsterdam, Frankfurt und Brüssel annulliert. Insgesamt fielen am frühen Morgen bereits je 35 An- und Abflüge aus. Auf dem EuroAirport Basel wurden 16 Flüge gestrichen.

Europa sperrt den Luftraum

Diese Länder haben ihren Luftraum komplett gesperrt:
Belgien
Dänemark
Finnland
Grossbritannien
Niederlande
Norwegen

Diese Länder haben ihren Luftraum teilweise gesperrt:
Deutschland
Österreich
Frankreich
Irland
Polen
Schweden

Der Reiseveranstalter Kuoni riet seinen Kunden davon ab, Reservationen zu annullieren. Entschädigungen würden zurzeit mit Versicherungen geprüft, sagte ein Sprecher.

Frankfurt seit 8 Uhr zu

In Deutschland wurde am Morgen der gesamte Flugverkehr auf dem grössten Flughafen in Frankfurt unterbrochen. Auch die Flughäfen in Berlin, Hamburg, Hannover, Düsseldorf, Köln-Bonn und Münster-Osnabrück waren bis auf weiteres geschlossen.

Über Grossbritannien wurde das Flugverbot bis mindestens am Abend verlängert. Auch in Nordeuropa blieb der Luftverkehr komplett gesperrt. In den Lufträumen über Frankreich, den Niederlanden, Belgien und Luxemburg ging wegen der Aschewolke am Morgen ebenfalls nichts mehr.

Die Störung droht nach Angaben der europäischen Luftfahrtbehörde Eurocontrol bis Samstag zu dauern.Die Entwicklung hängt davon ab, ob der Vulkan am Eyjafjalla-Gletscher, der am Mittwoch zum zweiten Mal innerhalb eines Monats ausgebrochen war, weiter Asche spuckt. Fast alle der 800 Betroffenen Bewohner des Gebiets konnten derweil wieder in ihre Häuser zurückkehren. Die Gefahr akuter Überschwemmungen durch geschmolzenes Gletschereis sei

Erinnerungen an den 11. September 2001 werden wach

Die Sperrung des Luftraums kann für Fluggesellschaften dramatische Folgen haben. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 durften in den USA mindestens zwei Tage lang keine Verkehrsflugzeuge starten oder landen. Für ausländische Fluggesellschaften war der Luftraum sogar für mindestens einen weiteren Tag geschlossen. Die Flugunterbrechungen belief sich damals nach Berechnungen der internationalen Luftfahrtorganisation IATA bis zu zehn Milliarden US-Dollar.

Die Hälfte der Nordatlantikflüge fällt aus

Wegen der Aschewolke wird am Freitag laut der europäischen Flugsicherung nur jeder zweite Transatlantikflug stattfinden können. Die Lage im europäischen Luftverkehr selbst werde «nicht besser sein als am Donnerstag», sagte eine Sprecherin von Eurocontrol.

Es sei überhaupt nicht absehbar, wann sich der Flugbetrieb in Europa wieder normalisieren werde. Selbst wenn sich die Wolke aufgelöst habe, werde es mehrere Tage dauern, bis auf Europas Flughäfen wieder Normalbetrieb herrsche.

In London Heathrow, der wichtigsten Drehscheibe des europäischen Flugverkehrs und einem der wichtigsten Flughäfen der Welt mit täglich 1300 Flügen und 180 000 Passagieren, sassen schon am Donnerstag Zehntausende Passagiere fest. Die britische Gesundheitsbehörde hat Menschen mit Atemwegserkrankungen zur Vorsicht gemahnt. Die Aschepartikel könnten bei entsprechender Vorbelastung zu Irritationen führen. Schwere Schädigungen seien aber nicht zu erwarten.

Luftraum über Frankreich geschlossen

In Frankreich war in der Nacht ein Grossteil des Luftraums betroffen. Auch die beiden Pariser Großflughäfen Charles-de-Gaulle und Orly wurden ab 23.00 Uhr geschlossen. Landesweit sollen zudem 23 weitere Flughäfen nach Angaben des Amts für Flugsicherheit mindestens bis Freitag 14.00 Uhr geschlossen bleiben. Auch im Nordwesten Polens wurde am Abend der Luftraum gesperrt. (sza)

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