Die Schweizerin sitzt seit vier Wochen in Wien in Untersuchungshaft. Dies berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA. Ihre Anwältin bestätigte gegenüber APA einen entsprechenden Bericht des Online-Magazins "Blaulicht und Graulicht".

Die Schweizerin war am 9. Januar erneut in der Wiener Pfarrei Dornbach erschienen. Daraufhin erliess das Straflandesgericht einen Haftbefehl gegen sie. Dieser wurde Ende Januar vollzogen, als die Lehrerin erneut nach Wien gereist war.

Der Schweizerin wird vorgeworfen, seit Jahren die Lebensführung des Priesters auf unzumutbare Weise zu beeinträchtigen. Sie habe ihm Hunderte Liebesbriefe per E-Mail geschrieben, teils mehrmals täglich angerufen, ihn ständig besucht, mit Geschenken überhäuft und seine Gottesdienste gestört.

Während einem Gottesdienst soll sie sich einmal an seinem Messgewand festgekrallt haben. Im Beichtstuhl soll es sogar zu einem "Annäherungsversuch" gekommen sein.

Eine psychiatrische Sachverständige soll nun klären, ob die 58-Jährige zurechnungsfähig ist. Bis zum Gerichts- und Urteilstermin vom 6. März soll das Gutachten vorliegen, hiess es seitens des Straflandesgerichts. Sollte die Zurechnungsfähigkeit bejaht werden, drohen der Frau bis zu zwölf Monate Haft.