Der Schweizer sei festgenommen worden, als er am Flughafen von Saloniki nach Deutschland ausreisen wollte. In seinem Gepäck fand die Polizei 197 Menschenknochen und drei Schädel.

Nach Polizeiangaben wollte der 43-jährige Elektroniker aus dem Kanton Zürich die Knochen in Deutschland einem Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche übergeben - unter dem Vorwand es handle sich um Überreste von Heiligen.

Die Polizei nahm auch den mutmasslichen Komplizen des Schweizers fest, einen 24-jährigen Diakon des Bistums von Sidirokastro, nahe der bulgarischen Grenze. In seiner Wohnung fand die Polizei 505 Knochen, 15 Schädel, Ikonen und byzantinische Münzen. Die gesäuberten Skelett-Teile trugen Etiketten mit verschiedenen Namen von Heiligen.

Die zwei mutmasslichen Schmuggler befinden sich in Polizeigewahrsam und werden am Dienstag wegen Diebstahl, Schmuggel und Leichenschändung dem Haftrichter vorgeführt.