Missbrauch
Schweizer Bischöfe gestehen Fehler ein

Die Schweizer Bischöfe geben zu, dass sie das Ausmass der Situation rund um die sexuellen Übergriffe in der Seelsorge unterschätzt haben. Sie entschuldigen sich für die Übergriffe und rufen sowohl die Opfer als auch die Täter auf, sich zu outen.

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Der Missbrauchsskandal zieht immer grössere Kreise (Symbolbild)

Der Missbrauchsskandal zieht immer grössere Kreise (Symbolbild)

Keystone

Dies geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung der Schweizer Bischofskonferenz hervor. Die Verantwortlichen in den Diözesen und Ordensgemeinschaften hätten Fehler gemacht, heisst es in diesem elf Punkte umfassenden Papier. Die Bischofskonferenz bittet für diese Fehler um Entschuldigung.

Die Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz seien beschämt und tief bestürzt über die Fälle von sexuellen Übergriffen in der Seelsorge, heisst es weiter. Man ermutige alle, die Übergriffe erlitten hätten, sich bei den Opferberatungsstellen oder den diözesanen Ansprechstellen zu melden und gegebenenfalls Anzeige zu erstatten.

Es sei wichtig, dass vorbehaltlose Transparenz in die Vergangenheit gebracht werde, schreiben die Bischöfe weiter. Alle Seelsorger und Seelsorgerinnen, Ordensleute, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Pfarreien, in Schulen und in anderen Einrichtungen in kirchlicher Verantwortung, die Übergriffe begangen hätten, sollten sich ihrer Schuld stellen und beim zuständigen Verantwortlichen melden. (sda)

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