Schweizer Aktienmarkt abgerutscht - UBS stark unter Druck

SMI schloss auf neuem Mehrjahrestief

SMI schloss auf neuem Mehrjahrestief

Der Schweizer Aktienmarkt ist tief getaucht. Der Leitindex SMI verlor nach einem schwachen Start im Tagesverlauf immer weiter, zum Schluss notierte er über 5 Prozent tiefer.

Druck kam zunächst von den negativen Vorgaben aus Übersee. Dass es immer wieder zu Kapitalerhöhungen und Staatsbeteiligungen bei Banken und Versicherern komme, laste weiter auf den Börsen, hiess es. Ein Händler sprach gar von einer zweiten Ausverkaufswelle.

Der Swiss Market Index (SMI) verlor 252,40 Punkte respektive 5,38 Prozent auf 4438,27 Punkte und schloss damit auf einem neuen Mehrjahrestief. Zuletzt war das Bluechips-Barometer im Sommer 2003 so tief gestanden. Der breite Swiss Performance sank um 5,17 Prozent auf 3726,90 Zähler.

Die Schweizer Finanztitel wurden von den Unsicherheiten ums Bankgeheimnis zusätzlich belastet. Auch wurden die Aussagen des neuen UBS-Konzernchefs Oswald Grübel als negativ gesehen. In der Wochenendpresse hatte er erklärt, die Grossbank könnte in zwei bis drei Jahren nachhaltig profitabel arbeiten.

UBS (-10,7 Prozent auf 9.88 Franken) erlitten die grössten Verluste im SMI und rutschten erneut unter die Marke von 10 Franken. Auch Swiss Re (-8,5 Prozent auf 13.30 Franken) und Julius Bär (-8,7 Prozent auf 24.86 Franken) gaben massiv nach. Kaum besser standen CS (-7,1 Prozent auf 26.88 Franken) und ZFS (-8,3 Prozent auf 153 Franken) da.

Daneben rutschten Petroplus (-10,0 Prozent auf 16.55 Franken) deutlich ab. Auch konjunktursensitive Titel wie Clariant (-10,2 Prozent auf 3.95 Franken), Geberit (-8,7 Prozent auf 96.10 Franken) und ABB (-7,6 Prozent auf 13.20 Franken) lagen stark im Minus.

Etwas besser standen die defensiven Nestlé (-3,8 Prozent auf 36.90 Franken) und Novartis (-3,4 Prozent auf 41.24 Franken) da. Roche (-6,7 Prozent auf 124.10 Franken) wurden von den Anlegern deutlich tiefer gestellt.

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