Indonesien habe die Schweiz am Mittwoch offiziell um Unterstützung bei der Trinkwasserversorgung und bei der Bereitstellung von Notunterkünften gebeten, teilte das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mit.

Da die Stromversorgung nach wie vor unterbrochen und Benzin und Diesel sehr knapp seien, werde die Schweiz unter anderem Solarpanels auf die Insel bringen. Zusammen mit speziellen Geräten könne so unabhängig Chlor hergestellt werden.

Das sei die schnellste und effektivste Lösung, um Zehntausende Personen innert kurzer Zeit mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Ausserdem würden Mittel zur Wasserentkeimung und -qualitätskontrolle sowie Zelte geliefert. Die fünf Experten des zweiten Detachements gehören dem Schweizerischen Korps für humanitären Hilfe (SKH) an.

Ein erstes SKH-Team mit Expertinnen und Experten für Medizin, Trinkwasser, Bau und Logistik soll am Donnerstag das Katastrophengebiet erreichen, hiess es weiter. Dort werde es die indonesischen Behörden bei den ersten Hilfsmassnahmen unterstützen und bei den Vorbereitungen der Trinkwasseraufbereitung und -verteilung mithelfen.

1407 Tsunami-Opfer: Drohnen-Aufnahmen zeigen Zerstörung

3. Oktober 2018: 1407 Tsunami-Opfer: Drohnen-Aufnahmen zeigen Zerstörung

Die Zahl der Todesopfer bei den Erdbeben und dem folgenden Tsunami in Indonesien klettert immer weiter in die Höhe. Die nationale Katastrophenschutzbehörde bezifferte die Zahl der Toten auf mindestens 1407. Mehr als 2500 Menschen wurden auf der Insel Sulawesi schwer verletzt und müssen deshalb im Spital behandelt werden. Mindestens 113 Menschen sind offiziell vermisst gemeldet.

Am Freitag führt die Glückskette einen nationalen Solidaritätstag durch. In den vier Sammelzentralen in Zürich, Genf, Lugano und Chur werden an Telefonen von Freiwilligen von 6 Uhr bis 23 Uhr die Spendenversprechen entgegengenommen.

Mit den gesammelten Geldern werde sie in erster Linie Projekte der Partnerhilfswerke ADRA, Caritas Schweiz, Heks, Solidar Suisse und des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) unterstützen, schreibt das Hilfswerk.