Schwarze Liste: 984 Party-Hooligans in nationaler Datenbank registriert
Schwarze Liste: 984 Party-Hooligans in nationaler Datenbank registriert

Schweizer Nachtclubs registrieren Pöbler und Schläger in einer nationalen Datenbank und verhängen ein Hausverbot. Vor zwei Jahren wurde die schwarze Liste vom Verein Safer Clubbing, einem Zusammenschluss von über 50 Clubs, lanciert.

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Jetzt sind bereits 984 Party-Hooligans in der Datenbank registriert. 973 Party-Gäste haben ein lokales Hausverbot bekommen. Elf Disco-Rowdies erhielten sogar ein nationales Club-Verbot. Das Hausverbot gilt zwei Jahre. Traurige Bilanz: Gewalttätige Gäste führen die «Blacklist» an: «Gewalt hat zu den meisten Hausverboten geführt», sagte Sigi Gübeli vom Safer-Clubbing-Präsidium im «Sonntag». Weitere Hausverbote wurden wegen Pöbleien, Bedrohung des Personals, Belästigung andere Gäste oder Zechprellerei ausgesprochen. Neu registrieren die Clubs seit Anfang Jahr auch jene Gäste in der Datenbank, die Waffen auf sich tragen. «Der Waffenbesitz wurde als eine Kategorie für Hausverbote aufgenommen und die Hausordnungen der Mitgliederclubs wurden entsprechend angepasst», sagt Gübeli. Bei den gesperrten Party-Gästen handelt es sich mehrheitlich um junge Männer. Die Nationalitäten werden nicht erfasst.