Schwalben fliegen bei Schlechtwetter nicht tiefer

Eine Schwalbenfamilie (Archiv)

Eine Schwalbenfamilie (Archiv)

Der Volksglaube irrt: Schwalben fliegen bei schlechtem Wetter nicht tiefer. Zu diesem Schluss kommt eine Studie in Österreich, an der auch ein Forscher der Universität Bern beteiligt war.

Peter Biedermann von der Universität Bern und Martin Kärcher von der englischen Universität Sheffield analysierten Rauch- und Mehlschwalben in der Südweststeiermark. Sie notierten sich die jeweiligen Flughöhen und achteten dabei vor allem auf die Wetterverhältnisse.

Die Ergebnisse zeigten, dass beide Schwalbenarten bei schlechtem Wetter höher flogen als bei schönem Wetter. Das entspreche genau dem Gegenteil des Volksmunds, schreiben die Forscher. Auch die Tageszeit scheint kaum einen Einfluss zu haben. Hingegen stellen sich die Vögel rasch auf ergiebige Nahrungsquellen wie schwärmende Ameisen ein.

Für ihre Studie beobachteten die Forscher an sechs Standorten während je drei Tagen insgesamt rund 1300 Trupps von Schwalben. Die "stichprobenartigen Befunde" reichten zwar nicht aus, um alte Volksweisheiten grundsätzlich in Frage zu stellen, schreiben die Forscher. Doch die Resultate liessen immerhin zu Vorsicht mahnen.

Meistgesehen

Artboard 1