Die Delegierten aus Dänemark, Kanada, Norwegen, Russland und USA zeigten sich in einer gemeinsamen Erklärung "zutiefst beunruhigt" über den "anhaltenden und zunehmenden Verlust" des Eises, der die Bären mehr als alles andere bedrohe. Ein im Jahr 1973 geschlossenes Abkommen zum Eisbär-Schutz hatte noch die Jagd als grösste Gefahr für die Säugetiere bezeichnet.

Tier- und Klimaschützer begrüssten die Erklärung der Arktis-Anrainer. Mit Blick auf die im Dezember anstehende UNO-Klimakonferenz in Kopenhagen sei dies "ein Erfolg" und "ein Schritt in die richtige Richtung", selbst wenn die Erklärung juristisch nicht bindend sei, kommentierte beispielsweise Eisbär-Experte Geoff York vom World Wide Fund for Nature (WWF).

Jetzt komme es darauf an, dass die Regierungen sich für die Verringerung der klimaschädlichen Treibhausgase stark machten.

Eisbären sind zu ihrem Überleben auf das Packeis angewiesen, denn hier machen sie Jagd auf Robben, die ihre Hauptnahrung sind. Satellitenaufnahmen zeigen jedoch, dass die Gesamtoberfläche des arktischen Packeises in den Sommermonaten der Jahre 2005 bis 2008 die geringste der vergangenen drei Jahrzehnte war.

US-Forschern zufolge könnten die Eisbär-Population von heute bis zu 25 000 Tieren bereits bis zum Jahr 2050 um zwei Drittel geschrumpft sein.