Unfall
Schumis Horrorunfall: Pistenbetreiber rüstet sich mit Top-Anwalt gegen Klagen

Seit acht Tagen liegt Michael Schumacher (45) im künstlichen Koma. Die französische Justiz untersucht nun den Fall. Eng werden könnte es für den Pistenbetreiber in Méribel. Dieser hat vorsorglich bereits einen Top-Anwalt engagiert.

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Michael Schumacher war ein begeisterter Skifahrer (Archiv)

Michael Schumacher war ein begeisterter Skifahrer (Archiv)

Keystone

Mick Schumacher, der 14-jährige Sohn des ehemaligen Formel-1-Champions, wurde bereits befragt - als Zeuge. Zudem wurden weitere Zeugen einvernommen.

Doch wieso untersucht die Justizbehörde einen tragischen Skiunfall? Weil Schumi ein Promi ist? Wohl kaum.

Die Staatsanwaltschaft ist aktiv geworden, weil sie es muss. Sie muss schwere Skiunfälle abseits der markierten Pisten von Amtes wegen untersuchen. Und zwar auch dann, wenn kein Fremdverschulden vorliegt. Am Mittwoch will sich die Staatsanwaltschaft zum Stand der Dinge äussern.

Neben der Zeugenaussagen wertet die Staatsanwaltschaft auch zwei Videos aus. Eines von einem Zeugen, der den Unfall per Zufall aufgenommen hat. Zudem hat Schumachers Familie den Behörden auch die Helmkamera zu Verfügung gestellt. Ob Schumi den Unfall selbst gefilmt hat, ist aber nicht klar.

Der Pistenbetreiber, der vom ehemaligen Formel-1-Fahrer Philippe Streiff öffentlich für mangelnde Absperrungen kritisiert wird, rüstet sich offenbar gegen eine Klage.

Er hat zumindest bereits einen Top-Anwalt engagiert. Es handelt sich um Maurice Bodecher. Er ist Spezialist auf dem Gebiet des Ski- und Strafrechts und war bis 2010 Chef-Jurist des Französischen Skiverbandes. Offenbar will man sich für eine mögliche Millionen-Klage rüsten. (rsn)

Fahnen und Transparent für Schumi
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Grosse Anteilnahme der Fans
Trotz Regen sind die Fans angereist.
Familie, Fans und Vertraute besuchen Michael Schumacher an seinem 45. Geburtstag im Krankenhaus
Seine Fans stehen Michael Schumacher bei.
Managerin Sabine Kehm
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