Fabian Hägler

Auch in Wohlen ist es so, dass der Schulunterricht mit dem Klingeln der Glocke beginnt. Und auch hier gibt es Schülerinnen und Schüler, die sehr knapp ins Zimmer treten, praktisch mit dem Läuten.

Bei der Schulsozialarbeit ist es ähnlich: «Die Schule Wohlen ist dringend auf dieses Angebot angewiesen, wenn sie

die Qualität halten und steigern will», hält der Gemeinderat fest. Nach einer Ehrenrunde im Einwohnerrat (siehe «Update») beantragt die Behörde nun doch die Einführung der Schulsozialarbeit.

Entlastung der Lehrpersonen

Der Gemeinderat verspricht sich von dieser Massnahme eine Entlastung der Lehrpersonen. Diese könnten sich, «zum Vorteil der Mehrheit der Schülerinnen und Schüler, vermehrt auf ihre Kernaufgaben konzentrieren». Momentan müssten sich Lehrerinnen und Lehrer in Woh-len zu sehr mit dem steigenden Konfliktpotenzial auseinandersetzen. «Mobbing, Disziplinarprobleme, Leistungsverweigerung und vereinzelt gröbere Formen von Gewalt» führt der Gemeinderat als wichtigste Auslöser für den Wunsch nach Schulsozialarbeit auf. Im ausgetrockneten Markt seien «gute Rahmenbedingungen für Lehrpersonen ein wichtiges Kriterium dafür, wo sie unterrichten».

Eine Fachperson pro Schulzentrum

Das Konzept zur Einführung sieht vor, dass in jedem der drei Wohler Schulzentren ein Schulsozialarbeiter sitzt. So ergibt sich ein Stellenpensum von 300%, die jährlichen Kosten liegen bei 349 000 Franken. Dazu kommen Grundkosten von 36 000 Franken, die nur einmal anfallen. Sollte der Einwohnerrat die Schulsozialarbeit bewilligen, wird eine Volksabstimmung fällig, weil die jährlichen Kosten mehr als 300 000 Franken betragen.