Herr Leuthard, was geht in der Schulpflege ab?

Urs Leuthard: Wir müssen die Rücktritte von Marlyse Aeberhard und Davide Rosta per Ende Februar zur Kenntnis nehmen. Die Ersatzwahlen finden im Juni statt.

Wie lange wusste der Gemeinderat schon von der angespannten Lage?

Leuthard: Selbstverständlich hatten wir Kenntnis von divergierenden Meinungen. Datieren lässt sich das aber im Nachhinein nicht mehr so genau.

Warum hat der Gemeinderat die Bevölkerung nicht von sich aus informiert?

Leuthard: Wir wollten erst dann informieren, wenn das Bezirksamt, das in dieser Sache zuständig ist, mit klaren Weisungen an uns treten würde. Wir wussten ja zunächst nicht, ob die Rücktritte akzeptiert werden. Erst jetzt haben wir Gewissheit, dass es zu Neuwahlen kommt, und die entsprechenden Informationen erscheinen im nächsten Mitteilungsblatt.

Welche Massnahmen hat der Gemeinderat ergriffen?

Leuthard: Der Gemeinderat hat eine Beobachterposition eingenommen. Wir hatten die Hoffnung, dass sich die Wogen noch glätten würden. Leider hat sich diese Hoffnung zerschlagen. Ich erinnere in diesem Zusammenhang daran, dass die Schulpflege eine eigenständige Behörde ist. Der Gemeinderat hat einzig die Finanzhoheit.

Welche Lösungsansätze sehen Sie?

Leuthard: Es handelt sich hier um ein personelles Problem, das mit den Ergänzungswahlen abgefedert werden kann. Für mich ist es von zentraler Bedeutung, dass der Schulbetrieb in keiner Weise leidet, und dies scheint gewährleistet zu sein.

(Frau Gemeindeammann Dora Farrell bestätigte in einem weiteren Telefonat diese Aussagen.)

Interview: Peter Belart